"Der unbekannte Ford" - OSI Fans feiern den 50. Geburtstag vor historischer Kulisse

Vor 50 Jahren wurde der Ford OSI in Lindlar, Schloss Georghausen, der Presse vorgestellt.

KÖLN/LINDLAR - Auf Einladung der OSI Interessengemeinschaft wurde mit nicht weniger als 33 Ford OSI 20M TS Oldtimern der 50. Geburtstag dieses seltenen Sportcoupés auf Schloss Georghausen bei Lindlar würdig gefeiert.

Im wunderschönen Schlosshof bildeten die Schmuckstücke einen Kreis um das gepflegte Grün im Zentrum des Platzes. Bei mediterranen Temperaturen und wolkenlosem Himmel gab es für „Benzingespräche“ der OSI-Enthusiasten wohl kaum eine passendere Kulisse. Die große Begeisterung der OSI Fans war überall spürbar. Schließlich war es das erste Treffen dieser Art. Vânia Costa aus Portugal fühlte sich im nachgeschneiderten 60er Jahre Kleid sichtlich wohl und ließ sich gerne in ähnlicher Pose vor einem roten OSI Coupé fotografieren.

 „Der OSI 20M TS wurde 1966 in Genf auf dem Automobilsalon vorgestellt“, erzählt OSI-Fan Wolfgang Kopplin, Geschäftsführer Marketing und Verkauf, Ford-Werke GmbH. „Es war eine Designstudie von Sergio Sartorelli, einem begeisterten Autoenthusiasten. Der OSI hat ein sehr emotionales Design und sieht besonders schick aus. Deshalb finde ich das Auto so sensationell. Die Technik war zuverlässig und bezahlbar, weil sie aus der Großserie stammte und deshalb war auch die Ersatzteilversorgung gut.“

„Vor knapp 50 Jahren wurde hier auf Schloss Georghausen der Ford OSI der Presse vorgestellt“, so Organisator Jörg Schreiber von der OSI IG. „Das haben wir jetzt zum Anlass genommen, um hier an gleicher Stelle den 50. Geburtstag zu feiern. Wir haben noch nie so viele OSI zusammenbekommen. Es gibt Teilnehmer aus Frankreich, Belgien, Österreich. Dueweiteste Anreise ist aus Norwegen.“

Heimlicher Star der Veranstaltung war der silberne OSI Spider . Mehr als 10 Jahre hat der aktuelle  Besitzer gebraucht, um das in schlechtem Zustand übernommene Auto zu restaurieren. Stolz präsentierte er das Einzelstück nun erstmals in Georghausen.

Als Überraschungsgast des zweitägigen Oldtimertreffens gab der damalige OSI Liaison Engineer, Werner Gausch, Anekdoten zum Besten wie das deutsch-italienische Ford-OSI Projekt seinerzeit angelaufen ist.

Von dem Sportwagen auf Basis des Ford Taunus P5 20M, der zwischen 1966 und 1968 in Turin bei Officine Stampaggi Industriali (OSI) gebaut wurde, gibt es weltweit geschätzt nur noch 200 Exemplare. Bis zum Ende der Produktion im Jahr 1968, nach einem Brand im OSI-Werk in Turin, wurden vom Ford Sportwagen mit dem rassigen italienischen Design etwa 2.200 Exemplare gebaut. Die Bandbreite der etwa noch 200 übriggebliebenen Fahrzeuge variiert von heruntergekommenen Autowracks bis zu den mit viel Herzblut restaurierten und auf Hochglanz polierten Schmuckstücken in Neuwagenzustand.

„Generell sind wir jedem der Clubs unglaublich dankbar“, sagt Wolfgang Kopplin, „Gerade besondere Autos wie zum Beispiel der OSI würden wahrscheinlich ein bisschen in Vergessenheit geraten, wenn sich die Clubs nicht mit so viel Engagement darum kümmern würden. Diese Fahrzeuge sind so toll aufbereitet und sind auch für uns noch immer eine hervorragende Werbung!“

 

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