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 Willi will´s wieder wissen

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​1987 bestritt er seine letzte volle DRM-Saison, 26 Jahre später feiert er sein Comeback in der Bundesliga des Rallyesports: Willi Wiegmann fuhr damals im Renault-Cup und sitzt auch jetzt wieder in einem kleinen Flitzer der französischen Marke. Bei den Wikingern sorgte der TwingoR1-Pilot sogar für eine Riesenüberraschung.
Im beschaulichen Neunkirchen-Seelscheid – gut 45 Minuten Fahrtzeit von Köln entfernt – treffen wir jenen Mann, der im Schneechaos der Wikinger-Rallye keine kalten Füße bekommen hat. Willi Wiegmann war im hohen Norden der schnellste überlebende DRM-Teilnehmer ohne Allrad, übernahm damit die Führung in der 2WD-Wertung und rückte sogar auf Platz Drei der DRM-Gesamtwertung vor. Eine Momentaufnahme, das wusste auch der sympathische Rheinländer. „Ich habe zehn Jahre keinen DRM-Lauf bestritten und muss erst einmal viel Lernen“, erklärt Wiegmann, der mit 57 Jahren doppelt so alt ist wie die meisten seiner Mitstreiter in der Twingo-R1-Trophy. „Ich weiß nicht, wie ambitioniert andere sind, aber ich will in erster linie Spaß haben.“ Und man glaubt es ihm.

Das mit den Ambitionen sah früher einmal ganz anders aus: In den 80er-Jahren war Wiegmann selbst auch einer der jungen Wilden mit großen Träumen aber einem viel zu kleinen Geldbeutel. Im C-Kadett waren nur sporadische Einsätze möglich, bis Wiegmann durch eine glückliche Fügung mit Renault in Kontakt kam. „Horst Tönges war in Brühl mein Nachbar, er war bei Renault Sport für die Ersatzteile zuständig und hatte einen eigenen R5 GT Turbo in der Garage stehen“, blickt Wiegmann zurück. „Als 1987 der Renault-Rallye-Pokal geboren wurde, fragte er mich, ob ich nicht sein Auto fahren möchte. Wir haben beschlossen, dass wir so viel wie möglich fahren, um beste Chancen auf den Titel zu haben.“ Im ersten Jahr ging der junge Wiegmann in der DRM und der Rallye Trophäe an den Start, zusammengerechnet waren das fast 20 Läufe. Für den Titel reichte es leider nicht: „Ich war an Heckantrieb gewöhnt und habe zu viele Karossen verbraucht“, erinnert sich Wiegmann mit einem Schmunzeln. „In den drei Jahren im Renault-Pokal waren es fünf oder sechs Stück. Der R5 war ein gefährliches Auto. Der Radstand war kurz, damit war er unheimlich nervös.“


Früher im R5 GT Turbo, zwischendurch im Clio Williams, heute im Twingo R1 – klingt nach einer besonderen Bindung zu Renault. Für wen mag der 57-Jährige wohl arbeiten? Die Antwort kommt mit einem verschmitzten Lächeln: „Für Ford . Als Messingenieur im Vorserienbau . Und mein Lieblingsauto ist der Escort Cosworth.“ Okay, das muss jetzt erst einmal sacken. In der Tat fuhr Wiegmann vor dem Einstieg in die TwingoR1-Trophy einen 240 PS starken Ford Focus RS. „Das ist ein spannendes Projekt“, berichtet Wiegmann. „Der RS ist ein tolles Straßenauto, aber nicht für den Rallyeeinsatz konzipiert. Wir wollten den Focus selbst weiterentwickeln, bis der Anruf von Ralph Weishaupt kam.“

Der Koordinator der TwingoR1-Deutschland Trophy – früher ein Mechaniker von Wiegmann – konnte seinen alten Bekannten schnell überzeugen, auf die Hälfte der Pferde unter der Haube zu verzichten. „Der TwingoR1 ist die günstigste Möglichkeit, ein gescheites Rallyeauto zu fahren“, so Wiegmann. „Also fahren wir wieder in der DRM und wollen die Zeit mit guten Freunden genießen.  Getreu unserem  Motto ` Vive le Sport` . “

  

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07.05.2013 00:00