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 Unser Ford Rally Duo in Aktion bei der Deutschland-Rallye

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TRIER
Die Fahrer des Ford World Rally Teams haben sich seit langem auf die Eröffnung der Asphaltsaison der FIA World Rally Championship in Deutschland in dieser Woche vorbereitet.  Dazu haben sie auf einer Rennstrecke in Frankreich ihre speziell für diesen Straßenbelag erforderlichen Fahrkünste trainiert.  Jari-Matti Latvala und Petter Solberg haben fast 1.000 km Testfahrten absolviert, während derer sie im Vorfeld der Deutschland-Rallye (23.-26. August) von Spezialisten in die Besonderheiten des Straßenbelags eingewiesen wurden.
Die viertägige Trainingsveranstaltung im Circuit des Ecuyères in der französischen Stadt Fary ermöglichte es beiden Fahrern, ihren Fiesta RS World Rally Car sowohl bei trockenem als auch bei nassem Straßenbelag auf dem 3 km langen Rundkurs auszuprobieren.  Da feuchte Witterung auch eine ständige Herausforderung bei den Geschwindigkeitsprüfungen in der Nähe von Trier in Südwest-Deutschland, nahe der luxemburgischen Grenze, darstellen könnte, stellten die Bedingungen in Frankreich die ideale Vorbereitung auf die Straßenverhältnisse bei der Rallye dar.
 
„Die Entscheidung, auf einem Rundkurs zu üben, hat sich für uns auch unter dem Aspekt ausgezahlt, dass wir eine Basisstrecke zur Verfügung hatten, wo wir uns intensiv in das Fahrverhalten des Fiesta RS WRC auf Asphaltstrecken einfühlen konnten”, erklärte Teamdirektor Malcolm Wilson. “Die zahlreichen Fahrten auf der immer gleichen Strecke haben es uns ermöglicht, im Detail zu verstehen, wie bereits kleine Veränderungen am Fahrzeug das Fahrverhalten und die Leistung beeinflussen können.”
Obwohl schon bereits die Saisoneröffnung bei der Rallye Monte-Carlo auf Asphaltstraßen stattgefunden hatte, war dies wegen den dortigen Straßenbedingungen mit Schnee und Eis sowie wegen der Verwendung von Winterreifen ein eher spezielles Rennen.  Die Deutschland-Rallye, die in diesem Jahr zum zehnten Mal im Rahmen des WRC stattfindet, ist daher im Jahresverlauf der erste Fixpunkt auf Asphalt und gilt traditionell als das erste Rennen auf fester Straßendecke.
 
Es ist das erste von drei primär auf Asphalt stattfindenden Rennen in den fünf finalen Wettbewerben, und vielleicht ist es das schwierigste.  Die Herausforderung durch schlechte Witterungsbedingen, kombiniert mit den sich ständig verändernden Sicht- und Straßenbedingungen jeder einzelnen Etappe machen diese zu einer der am wenigsten vorhersehbaren Rallyes im Jahresverlauf.
 
Der Kurs deckt drei sehr unterschiedliche Straßenabschnitte ab:  Holprige, enge Wege durch die Weinberge an den Moselhängen charakterisieren den ersten und den dritten Abschnitt.  Schnelle Teilabschnitte, verbunden durch scharfe Haarnadelkurven, fügen sich zu einer sanft hügeligen Route zusammen, im Verlauf derer sich die Straßen an den mit Trauben beladenen Hängen entlangschlängeln.  Überhängende Weinstöcke machen verborgene Vorsprünge oft nur schwer erkennbar, und es stellt eine echte Herausforderung dar, bei diesen Wegverhältnissen seinen eigenen Rhythmus zu finden.
 
Die öffentlichen Straßen, die sich auf dem zweiten Abschnitt durch die saarländische Landschaft winden, sind schneller und fließender, aber die mit Holzschwellen ausgelegten Teststabschnitte können bei Nässe eine tückische Glätte aufweisen.
 
Das Militärgebiet von Baumholder hingegen, wo US-Soldaten normalerweise Panzertrainings abhalten, stellt die größte Herausforderung dar.  Breite Asphaltpisten kontrastieren mit holprigem und reifenschädigendem Beton, welcher hohe Anforderungen an die Konstitution der Michelin-Reifen stellt.  Der geringste Fehler wird von den hohen und scharfkantigen Bordsteinen, besser bekannt als Hinkelsteinen, gnadenlos bestraft.  Diese führen kilometerweit an den Fahrbahnen entlang, damit die Panzer nicht ins Gelände ausbrechen.  Die Pisten sind stets und immer schmutzig, eine Mischung aus Sand und Kies lässt sie sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand glitschig erscheinen.
 
Latvala, mit seinem Partner Miikka Anttila, ist nach seinen acht vorherigen Starts bei der Rallye ein alter Hase und sagt, dass seine deutlich verbesserte Erfahrung mit Rennen auf Asphalt und seine vor kurzem durchgeführten Testläufe ihn gut auf die Herausforderungen vorbereitet haben.
 
“Ich bin auf Asphalt noch nie so gut gewesen wie am Ende des letzten Jahres, und das gibt mir sehr viel Selbstvertrauen.  Ich selbst und mein Fiesta RS WRC haben in dieser Beziehung einen großen Schritt nach vorn gemacht, und ich weiß, dass mein Fahrzeug in hervorragendem Zustand ist und auf jedem Straßenbelag mithalten kann.  Wir sind durch den Test in Frankreich auf einige gute Ideen gekommen und haben sehr viele Reifen-Testläufe bei gemischten Witterungsbedingungen absolviert“, sagte der Finne.
 
„Für mich ist Deutschland die komplexeste Asphalt-Rallye in diesem Jahr.  Die Strecken machen eine Menge Spaß, aber es ist hier immer sehr schwierig, die richtigen Reifen auszuwählen - und die Hinkelsteine sind absolut gnadenlos; wenn du in Baumholder von der Straße abkommst, bezahlst du einen hohen Preis.  Vor unserem Trainingsprogramm wären wir mit einem Platz auf dem Podest völlig zufrieden gewesen, aber jetzt wissen wir, dass es für uns eine echte Chance gibt, um den ersten Platz mitzuspielen.”
 
Solberg, mit seinem Partner Chris Patterson, ist mit dem bevorstehenden Rallye-Ereignis mehr noch als sein Kollege vertraut, da er dort schon neun Starts absolviert hat.  Der Norweger schaffte es 2011 in Deutschland trotz guter Leistungen wegen einer Pannenserie nicht aufs Podium.
 
„Ich mag die Deutschland-Rallye sehr; dies ist immer ein tolles Ereignis, mit einer wirklich guten Atmosphäre und zahlreichen Fans, und es wird uns gut tun, zum ersten Mal wieder seit Monte-Carlo auf Asphalt zu starten.  Natürlich habe ich mit dem Fiesta RS WRC auf Asphalt noch nicht die ganz große Erfahrung, aber ich habe ein gutes Gefühl, so dass es interessant wird, herauszufinden, wie gut wir in Deutschland mit der Konkurrenz mithalten können”, sagte Solberg.
 
“Mit den Weinbergen und dem militärischen Sperrgebiet sind die Deutschland-Rallyes wirklich anders als andere Rallyes auf Asphalt.  Die größte Herausforderung besteht in der Vielfältigkeit des Straßenbelags und der unterschiedlichen Bodenhaftung.  Auch Baumholder mit seinen Hinkelsteinen ist in besonderer Weise tückisch – das gilt umso mehr noch bei Regen!  Das Wichtigste ist es, sich keinen Ärger einzuhandeln und abzuwarten, was sich ergibt.“
 
Die Route der Rallye
Das Format der Rallye ist ähnlich wie in den Vorjahren.  Der Haupt-Servicebereich wird sich in Trier befinden.  Die dortige UNESCO-Weltkulturerbestätte, das historische Stadttor der Porta Nigra, wird der Schauplatz für die Startzeremonie am Donnerstagabend sowie für den Zieleinlauf am Sonntag sein.  Während die Standorte der Tribünen den Fahrern somit vertraut sind, wurden bis auf eine alle der 15 Teststrecken neu geordnet, um die Teilnehmer unter der erforderlichen Spannung zu halten.  Die Freitagsetappe wird durch die Weinberge an der Mosel führen, bevor am Samstag, auf dem längsten Abschnitt der Rallye, die Teststrecken eine Mischung von Landschaften an der Mosel, im Saarland und in Baumholder durchqueren.  Es gibt auch zwei Abstecher zu einem etwas weiter entfernt liegenden Servicebereich in Birkenfeld.  Der Abschlusstag umfasst nur noch zwei Durchgänge auf einer anderen Mosel-Teststrecke, bevor die Rallye dann in eine spektakuläre Abschlussfahrt auf den Straßen um die Porta Nigra herum einmündet, auf dem einzigen gegenüber 2011 unveränderten Teilstück, wobei die schnellsten drei Fahrer hier noch einmal Bonuspunkte erhalten können.  Auf die Teilnehmer warten 15 Einzelprüfungen mit einer Gesamtlänge von 368.63 km innerhalb der 1.113,59 km, die die Strecke insgesamt umfasst.

  

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22.08.2012 00:00