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 Tiefer Sand bremst Aufholjagd von Ford bei der Dakar-Rallye

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IQUIQUE, Chile – Das Ford Racing Ranger-Team Lucio Alvarez und Ronnie Graue hatte bei der gestrigen neunten Etappe der Dakar-Rallye einen Platz unter den Top Ten fest im Blick, bevor ihre Hoffnungen im tiefen Sand der legendären Dünen der Atacama-Wüste begraben wurden.
Das Duo vom Team Ford Racing legte auf seinem Lieblingsuntergrund im Ford Ranger ein ordentliches Tempo hin, bis sich die beiden auf der Suche nach einem Navigationswegpunkt nur 20 km vor dem Ziel der 422 km langen Sonderprüfung von Calama nach Iquique in Chile im Sand festfuhren.
Vierzig Minuten lang schaufelten die beiden Argentinier wütend den Sand zur Seite und gruben die Dünen um, ehe sie den Ranger wieder freibekamen. Die beiden schufteten bis zur Erschöpfung, so dass Graue die Sinne schwanden, als der Ranger endlich wieder frei war.
Er erholte sich schnell, so dass die beiden die Prüfung zu Ende fahren konnten, zur Begeisterung der Menschenmassen, die sich am Ziel versammelt hatten, um sich das Rennen auf dem letzten Streckenabschnitt anzuschauen, der berühmten, 3 km langen Abfahrt von der letzten Düne hinunter in das Fahrerlager in Iquique.
Durch den Zeitverlust fiel das Duo auf den 22. Platz zurück, 1 h 23 min hinter den Siegern der Etappe, Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret. Trotz der Probleme kletterte Alvarez in der Gesamtwertung auf den 35. Platz. 
Der als Sandexperte geltende Alvarez lag bei allen Zeitnahmen auf der Strecke immer nur knapp hinter den ersten Zehn, obwohl er das Tempo in der zweiten Hälfte der Etappe verringerte, weil ihm verdächtige Geräusche an der vorderen Antriebswelle Kopfzerbrechen bereiteten.
„Zu Beginn der Etappe lief es gut, und ich war mit unserem Tempo zufrieden. Ich wusste ja, dass uns der Sand noch bevorstand“, so Alvarez rückblickend. „Nach 230 km, noch bevor wir die Dünen erreicht hatten, nahm ich ein Geräusch an der Fahrzeugfront wahr und dachte, dass das wahrscheinlich von der Antriebswelle kommt.
Wir verringerten die Geschwindigkeit etwas, denn mit einer gebrochenen Antriebswelle und nur noch zwei Antriebsrädern hätten wir keine Chance gehabt, die Dünen zu überqueren.

Wir kamen im Sand ganz gut voran, bis wir an einem Wegpunkt vorbeifuhren. Wir fuhren dann herum und hielten Ausschau nach dem Wegpunkt, aber während wir versuchten, auf die Strecke zurück zu finden, blieben wir plötzlich stecken und saßen 40 Minuten fest. Es war harte Arbeit, eine ziemliche Schufterei, den Ranger wieder freizubekommen. Wir waren nur 20 km vom Ziel entfernt und maßlos enttäuscht, die Etappe auf diese Weise zu beenden.“
Teamkollege Graue fügt hinzu: „Es war ein langer und schwieriger Tag. Der Wagen steckte hinten fast einen Meter tief im Sand fest. Wir mussten ihn regelrecht ausgraben, was in der Hitze eine ziemliche Schinderei war. Ich schob den Wagen mit aller Kraft an, bis er endlich frei kam. Dann wurde mir schwarz vor Augen.
Ich musste mich hinsetzen, obwohl – eigentlich bin ich eher zusammengesackt! Lucio kam sofort zu mir herüber und goss mir Wasser übers Gesicht, so dass ich wieder zu mir kam. Ich sagte zu ihm ‚ok, ok, geht wieder‘. Dann stiegen wir wieder in den Wagen und fuhren weiter.“
Die heutige Etappe unterteilt sich in zwei Abschnitte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach einer kurzen Transferstrecke ab Iquique führt der Eröffnungsabschnitt 80 km durch die Dünen, bevor es hinunter zur Pazifikküste geht. Nach einer weiteren Transferstrecke von 185 km wird der folgende, 215 km lange Abschnitt den Fahrern alles abverlangen, denn es erwartet sie der „Fesh-fesh“, für den die Dakar-Rallye berüchtigt ist – tiefer, feiner Staub. Die Fahrer werden aufatmen, wenn sie auf den verschlungenen Minenpisten der letzten Etappe das Ziel am majestätischen Steinbogen La Portada ansteuern, der nur wenige Kilometer vom Fahrerlager in Antofagasta entfernt liegt.    

  

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16.01.2014 00:00