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Vlnr:
A. Platte (Vertreterin Gesundheitszentrum Saarschleife), M. Thal, Dr. Mitt­mann, G. Hess, A. Spies und M. Wagner (pronova BKK), M. Klein (Vertreter St. Nikolaus Hospital Waller­fangen), Dr. D. Steffen und Dr. A. Litinetski (Vertreter Praxis Steffen) sowie Personalleiter W. Okfen
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 Stopp dem Stress! Wie der Ford Gesundheitsdienst in Saarlouis auf psychische Erkrankungen reagiert - und ihnen vorbeugt

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​Fachliche Hilfe innerhalb einer Woche – bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen ist der Gesundheitsdienst Saarlouis seiner Zeit voraus. In der Regel dauert es mehrere Wochen oder gar Monate, bis der Betroffene einen Termin im psychiatrischen Bereich und schließlich eine adäquate Therapie in der ambulanten Versorgung erhält. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Zunahme von psychischen Erkrankungen setzt Ford als Arbeitgeber auf Akutintervention: Die Initiative für „Zeitnahe Facharzt-/Therapietermine bei psychischen Erkrankungen“ wurde im Oktober 2012 vom Gesundheitsteam Saarlouis ins Leben gerufen und im Mai letzten Jahres mit dem President’s Health & Safety Award ausgezeichnet. Der Ford-interne Preis wird jährlich für besonders innovative und erfolgreiche Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung vergeben.
 
„Das Wichtigste für uns war, den betroffenen Ford-Mitarbeitern ein schnelles Eingreifen durch den Facharzt und eine schnelle Therapie zu ermöglichen“, sagt Dr. Michaela Mittmann, Leiterin des Gesundheitsdienstes Saarlouis. Denn: „Je früher eine psychische Erkrankung behandelt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Chronifizierung.“ Die Werksärzte in Saarlouis bieten Ford-Mitarbeitern mit psychischen Beschwerden zunächst eine Voruntersuchung an. „Dabei versuchen wir im ersten Schritt, die betriebsinternen Hilfsangebote auszuschöpfen“, erklärt Dr. Mittmann. „Angenommen ein Mitarbeiter leidet psychisch aufgrund von finanziellen Problemen, so schalten wir neben unserer ärztlichen Beratung und Unterstützung die Ford Schuldnerberatung ein.“
 
Besteht weiterer medizinischer Handlungsbedarf, greift die Unterstützung durch das neu gegründete Netzwerk: Dank der Kooperation mit der pronova BKK und drei lokalen psychiatrischen/psychotherapeutischen Kooperationspartnern* kann der Gesundheitsdienst Saarlouis innerhalb einer Woche einen Termin bei einem der Kooperationspartner organisieren. Dort besucht der betroffene Ford-Mitarbeiter acht Therapiestunden, bei Bedarf wird die Anzahl an Sitzungen erhöht.
 
Durch die schnelle Hilfe können Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen oder posttraumatische Belastungsstörungen erfolgreicher behandelt werden. Somit wirkt die Akutintervention auch krankheitsbedingten Arbeitsausfällen entgegen. Der Wiedereinstieg in das Berufsleben hat dabei oft einen  positiven Effekt auf den Genesungsprozess: „Der Arbeitsplatz stellt einen stabilisierenden Faktor dar und ist für die Selbstwertschätzung und die soziale Einbindung des Mitarbeiters sehr wichtig“, erläutert Dr. Mittmann.
 
Doch der Gesundheitsdienst Saarlouis reagiert nicht nur auf psychische Erkrankungen – er leistet auch Präventionsarbeit. „Stopp dem Stress – entspannt statt ausgebrannt“ – so lautete das Motto der Gesundheitsaktion im vergangenen Herbst, die gemeinsam mit der pronova BKK organisiert wurde. Eine Woche lang hatten die Ford-Mitarbeiter in Saarlouis die Gelegenheit, an Workshops und Vorträgen zu Entspannungstechniken teilzunehmen, wie Akupressur, Yoga und Qi Gong. Zudem wurden in der Kantine „Entspannungslounges“ eingerichtet, um bewusst vom Arbeitsalltag abschalten zu können.

Auch der Gesundheitsdienst Köln greift das Thema Überbelastung auf: Ein ähnliches Programm zur zeitnahen Versorgung psychisch erkrankter Mitarbeiter wurde in enger Zusammenarbeit mit der pronova BKK im Oktober 2013 auch am Standort Köln eingeführt. Ebenso sind Gesundheitstage zur Sensibilisierung im Umgang mit Stress für 2014 in Planung.
 
 
*Die Kooperationspartner sind: 
- Psychiatrie St. Nikolaus Hospital Wallerfangen
- Psychosomatische Abteilung des Gesundheitszentrums Saarschleife
- Psychiatrische Facharztpraxis Dr. Steffen Saarlouis
 

  

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21.02.2014 02:10