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 Latvala sichert zweiten Platz in Frankreich

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STRASSBURG, Frankreich - Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila lieferten ihre bisherige Bestleistung als Zweitplatzierte bei der Rallye de France. Das Duo vom Ford World Rallye Team fuhr in ihrem Ford Fiesta RS World Rallye Car gerade mal um 15,5 Sekunden am Sieg vorbei, damit kamen sie ihrem im August in Deutschland erreichten zweiten Platz gleich.
 
Latvala gewann sechs Geschwindigkeitstest und der 27-jährige Finne beschrieb seine Ergebnisse als seine „beste Fahrleistung auf dem Asphalt“. Latvala fuhr in den letzten drei Runden der FIA World Rally Championship bereits einmal den Sieg nach Hause und belegte zwei weitere Male Platz Zwei. Dadurch schaffte er nach einem zähen Start in die Saison 2012 den Aufstieg auf den dritten Platz der Gesamtwertung.
Seine Teamkollegen Petter Solberg und Chris Patterson belegten in einem gleichen Fiesta RS WRC Platz 27. Am Samstag schieden sie aufgrund eines atemberaubenden Unfalls aus, bei dem sie einen Telegrafenmasten niederrissen und sich dadurch weltweit Aufmerksamkeit verschafften – sowohl im Fernsehen als auch auf Videoplattformen im Internet. Am Sonntag nahmen sie ihre Fahrt wieder auf, um mit Leichtigkeit die Schlussetappe zu beenden.
 
Diese elfte Etappe der 13. Rallye Meisterschaft fand in Straßburg im ostfranzösischen Elsass statt. Die Fahrer bewältigten innerhalb von vier Tagen 404,14 km, von denen der Großteil über rutschige Straßen in den Vogesen und matschige Wege der regionalen Weinberge führte. Einen großen Kontrast dazu und beste Unterhaltung für die Menschenmassen bildeten Straßenrennen in Straßburg, Mülhausen und Hagenau.
Latvala gewann drei Wertungsläufe am Freitag, dem ersten vollständigen Renntag, und machte damit dem führenden Elsass-Helden Sébastien Loeb ordentlich Druck. Der Ford-Fahrer verlor bereits zu Beginn der zweiten Runde zehn Sekunden, als er kurz in einen Graben glitt, machte dies jedoch mit drei Etappensiegen wieder wett. Ohne realistische Chancen auf den Sieg und ohne Verfolgung aus dem Hinterfeld fuhr er sicher durch die regennasse Schlussrunde auf den zweiten Platz.
„Mein Ziel war es, meine Leistung in Deutschland zu verbessern und das habe ich getan“, sagte Latvala. „Gestern habe ich einen winzigen Fehler begangen, und wenn man versucht den neunfachen Weltmeister auf seiner heimischen Lieblingsstrecke zu schlagen, ist das ein Fehler zu viel. Dennoch bin ich nur 15 Sekunden nach Loeb durchs Ziel gefahren. Bis zu meinem Sieg ist es also nicht mehr weit. Ich will ihn auf jeden Fall auf dem Asphalt schlagen!“
 
„Meine Ergebnisse machen Appetit auf die letzten beiden Rallyes in Italien und Spanien. Beides sind wirklich großartige Strecken, eine auf Schotter und die andere sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt. Ich bin überzeugt davon, die Saison mit einem sehr guten Ergebnis zu beenden“, fügte er hinzu.

Solberg kam nach Anfangsschwierigkeiten, einen Rhythmus zu finden, wieder auf die Spur und beendete den ersten Tag als Vierter. Jedoch kam er auf den ersten Kilometern der zweiten Runde von der Straße ab, dabei raste er in dichtgewachsene Weinreben und kam erst beim Aufprall gegen einen Telegrafenmasten zum abrupten Stillstand. Während des Vorfalls wurde zwar niemand verletzt, doch Solberg konnte nicht weiterfahren, da die vordere rechte Seite seines Fiesta RS WRC zu stark beschädigt war.
Mit einer zusätzlichen Zeitstrafe von 40 Minuten nahm der 37-jährige Norweger die heutige Endetappe ruhig in Angriff. Diese umfasste sechs Streckenabschnitte und eine Gesamtkilometerzahl von 61,54 km nördlich von Straßburg. Er sicherte seinem Rennstahl Ford einige Punkte in der Team-Wertung.
„Die erste Runde gestern lief wirklich gut, doch dann geschah der Unfall“, sagte Solberg. „Danach hatte ich nichts mehr zu gewinnen, ich bin mehr für die Fans als für alles andere weitergefahren. Die Bedingungen waren sehr schwierig und ich wusste, dass es anstrengend werden würde, Bonuspunkte in der Power Stage zu erzielen, da ich im Hinterfeld gestartet bin. Die Straßen waren wirklich sehr matschig.“
Malcolm Wilson, Leiter des Ford Rally Teams, bestätigte, dass dies Latvalas beste Leistung auf Asphalt gewesen sei. „Er hat bis zum Ende Druck auf Loeb ausgeübt und das ist etwas, wozu er zuvor nicht in der Lage war. Das Tempo des Fiesta RS WRC war unübersehbar – eine sehr starke Leistung, sowohl vom Fahrer als auch vom Auto“, sagte er.
 
Gerard Quinn, leitender Geschäftsführer von Ford Racing, sagte: „Meiner Meinung nach war es Jari-Mattis beste Leistung auf dem Asphalt. Sein Tempo und sein Engagement waren fantastisch und es war großartig, ihn auf dem Siegertreppchen zu sehen. Für Petter war es eine schwierige Rallye, aber sein Unfall hat dem WRC die beste weltweite Fernsehberichterstattung der gesamten Saison beschert! Außerdem beglückwünsche ich natürlich Sébastien Loeb und Daniel Elena zum Erhalt ihres Titels.“
Die vorletzte Runde in Italien ist die letzte Schotteretappe der Meisterschaft. Die Rally Italia Sardegna findet vom 18. bis zum 21. Oktober in Olbia auf der Mittelmeerinsel Sardinien statt.
 
Rangliste
1.  S Loeb/D Elena   Citroen DS3  
2.  J-M Latvala/M Anttila  Ford Fiesta RS 
3.  M Hirvonen/J Lehtinen  Citroen DS3
4.  T Neuville/N Gilsoul  Citroen DS3  
5.  M Østberg/J Andersson Ford Fiesta RS 
6.  O Tänak/K Sikk   Ford Fiesta RS 
7.  E Novikov/I Minor  Ford Fiesta RS 
8.  C Atkinson/G MacNeall  Mini John Cooper 
9.  M Prokop/Z Hrůza  Ford Fiesta RS
10 S Chardonnet/T De La Haye Citroen DS3  
 

  

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09.10.2012 00:00