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 Latvala schafft es bei der Rallye Finnland für Ford auf das Podest

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Latvala schafft es bei der Rallye Finnland für Ford auf das Podest

JYVASKYLA, Finnland - Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila erreichten gestern einen Medaillenrang für das Ford World Rallye Team bei Ihrem Rennen mit Heimvorteil bei der FIA World Rallye Meisterschaft in Finnland. Sie belegten mit einem Fiesta RS Rallyefahrzeug den dritten Platz in Finnland, während ihre Teamkollegen Petter Solberg und Chris Patterson in einem vergleichbaren Fahrzeug auf Rang vier kamen.
Sieben Fiesta RS WRCs waren unter den Top 10, und den Ford-Teilnehmern folgten zahlreiche privat angemeldete Fahrzeuge.
Die Rallye Finnland ist ein absolutes Highlight im WRC. In malerischen Wäldern in der Nähe von Jyväskylä gelegen, 270km nördlich von Helsinki, war die dreitägige Rallye mit über 18 Speedtests auf nur 303,52km des Wettbewerbs das Äquivalent zum 100 Meter Sprint in der Leichtathletik. Es war eine der kürzesten Runden in der Geschichte des WRC und wurde mit rasendem Tempo mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 130kph bestritten.
 
Riesige Menschenmengen belagerten die Wälder, vor allem an der klassischen Ouninpohja-Spezialetappe, mit der die Veranstaltung am heutigen Abend abgeschlossen wurde. Blitzschnelle Straßen und magenumdrehende Sprünge über blinde Kuppen machen sie zur härtesten Herausforderung in diesem Sport. Zwei Durchgänge über den 33,01km Test lieferten ein krönendes Finale.
 
Latvala beendete am vergangenen Donnerstag die kurze Eröffnungsetappe als Zweiter, aber der 27-Jährige war am Samstag nicht in der Lage, sich dem Tempo der Führenden anzupassen. Anfänglich hatte er Pech, dass es ihm nicht gelang, seinen Fiesta RS WRC optimal einzustellen. Als er dies jedoch schließlich doch noch schaffte, gewann er an Selbstvertrauen und zog seinem Teamkollegen während der letzten Etappe davon, um sich den dritten Platz zu sichern.
 
„Wenn man als Finne an einem Wettbewerb in Finnland teilnimmt, ist ein Sieg immer das Ziel, aber ich habe schon vorher gesagt, dass ich zufrieden bin, wenn ich auf das Podium komme“, sagte Latvala. „Es war ein gelungenes Wochenende ohne Fehler und ohne mechanische Probleme. Das war bei Weitem nicht bei allen Rallyes in diesem Jahr der Fall, es fühlt sich daher ausgesprochen gut an.“
Am Anfang der Veranstaltung war ich nicht in bester Form, aber ich habe hart gekämpft, um das Auto optimal vorzubereiten und das hat sich gelohnt, mit diesem Gefühl bin ich glücklich. Unser Tempo war stark, aber nicht stark genug. Wir müssen alle hart daran arbeiten, um es noch weiter zu verbessern. Wir sind auf dem richtigen Weg“, fügte er hinzu.
 
Solberg fuhr die Bestzeit bei beiden Öffnungsetappen und startete am letzten Tag mit nur 1,1 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Eine technische Veränderung an seinem Fiesta RS WRC zur weiteren Leistungsverbesserung scheiterte, und er kehrte zu seinen Originaleinstellungen zurück. Damit belegte er den vierten Platz mit 21,1 Sekunden Rückstand auf Latvala.
 
„Ich habe mich an den ersten zwei Tagen sehr angestrengt“, sagte Solberg. „Heute Morgen haben wir vereinbart, dass ich ein paar andere Einstellungen ausprobiere, um zu sehen, ob wir so zu den Jungs, die vor uns liegen, aufschließen können. Ich habe nach der perfekten Einstellung gesucht, aber es funktionierte nicht. Das Auto war zu niedrig und der Unterfahrschutz schlug auf den Boden, also kehrte ich zurück zu meinen ursprünglichen Einstellungen.
 
„Jari-Matti und ich hatten an den ersten zwei Tagen genau die gleiche Geschwindigkeit, aber es war leider nicht schnell genug, um zu gewinnen. Deshalb habe ich in der abschließenden Leistungsstufe versucht, die maximalen Bonuspunkte zu holen, aber ich habe das Optimum um eine halbe Sekunde verpasst. Das scheint die Story des Wochenendes zu sein!“ fügte er hinzu.
 
Ford World Rallye Teamchef Malcolm Wilson war mit einem Podestplatz zufrieden, er gab aber zu, auf mehr gehofft zu haben. „Es gab bei uns einen Rückschlag während der kurzen Etappe am Donnerstag, und wir wussten, dass es wegen der bei der Rallye Finnland gefahrenen hohen Geschwindigkeiten schwierig sein würde, den Rückstand wieder aufzuholen. Diese Vermutung erwies sich als richtig und wir konnten die verlorenen Sekunden nicht mehr aufholen. Wir hatten jedoch mit beiden Autos keine Probleme, und es war ermutigend, sieben Fiesta RS WRCs in die Top 10 zu bekommen“, sagte er.
 
Gerard Quinn, European Motorsport Manager von Ford Racing, sagte: „Ich habe großen Respekt vor Jari-Matti und Petter und vor der enormen Anstrengung, die sie an diesem Wochenende gezeigt haben. Es ist nicht ganz das Ergebnis, das wir erreichen wollten, aber es war eine schwierige Herausforderung, die Zeit aufzuholen, und sie haben auf den schnellsten Straßen auf der WRC einen tollen Job gemacht. Jetzt freuen wir uns auf Deutschland, wo wir auf der Asphaltpiste hoffentlich wieder ein herausragendes Ergebnis erzielen können.“
Neuigkeiten von anderen Ford-Teams
 
Mads Østberg / Jonas Andersson vom Adapta World Rallye Team kamen mit ihrem Fiesta RS WRC als Fünfte ins Ziel und eroberten sich damit einen Platz im vorletzten Test, nachdem sie in der vorher-gehenden Etappe aufgrund einer defekten Antriebswelle Zeit verloren hatten. Das Adapta World Rallye Team stach somit Ott Tänak / Kuldar Sikk vom M-Sport Ford World Rallye Team aus, die in einem problemfrei verlaufenden Rennen auf Platz sechs kamen. Die Finnen Matti Rantanen / Mikko Lukka wurden Siebte, nachdem sie Jari Ketomaa / Mika Stenberg, ebenfalls aus Finnland, überholen konnten, weil diese aufgrund einer Reifenpanne Zeit verloren hatten. Die tschechischen Fahrer des Ford National Teams Martin Prokop / Zdenĕk Hrůza belegten Platz neun, Evgeny Novikov / Denis Giraudet Platz 36. Ken Block / Alex Gelsomino kamen in der Eröffnungsphase des Rennens am Sonntag von der Strecke ab und schieden im folgenden Test aus. Der Grund hierfür war eine defekte Federung nach einer harten Landung, die dafür sorgte, dass das Fahrzeug erneut von der Rennstrecke ausbrach. Die Rallye war außerdem die dritte Runde für die FIA WRC Academy, die von Ford unterstützt wird. Die Briten Elfyn Evans / Phil Pugh gewannen zum zweiten Mal in Folge mit einem Fiesta RS und setzen sich somit an die Spitze der Meisterschaft.
 
Nächste Runde
Die Liga kommt im Laufe dieses Monats nach Deutschland zur ersten traditionellen Begegnung der Saison auf Asphalt. Die Rallyee Deutschland findet vom 23. bis zum 26. August in Trier statt.
Endpositionen

1.  S Loeb/D  Elena, Citroen DS3
2.  M Hirvonen/J Lehtinen, Citroen DS3
3.  J-M Latvala/M Anttila, Ford Fiesta RS
4.  P Solberg/C Patterson, Ford Fiesta RS
5.  M Østberg/J Andersson, Ford Fiesta RS
6.  O Tänak/K Sikk, Ford Fiesta RS
7.  M Rantanen/M Lukka, Ford Fiesta RS
8.  J Ketomaa/M Stenberg, Ford Fiesta RS
9.  M Prokop/Z Hrůza, Ford Fiesta RS
10 S Ogier/J Ingrassia, Skoda Fabia S2000
Fahrer
1.  S Loeb  171 Punkte
2.  M Hirvonen  128 Punkte
3.  P Solberg  104 Punkte
4.  M Østberg   90 Punkte
5.  J-M Latvala  69 Punkte
6.  E Novikov   55 Punkte
Hersteller
1.  Citroen Total WRT  280 Punkte
2.  Ford WRT  171 Punkte
3.  M-Sport Ford WRT  115 Punkte
4.  Qatar WRT  49 Punkte
5.  Citroen Junior WRT  48 Punkte
6.  Adapta WRT  37 Punkte

  

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06.08.2012 00:00