Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Related Materials
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

 Latvala erreicht den zweiten Platz für Ford in Deutschland

DATE: Will be calculated from "Release Start Date" field.

TRIER, Deutschland – Die Ford World Rally Team Fahrer Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben am Sonntag auf Asphalt mit ihrem zweiten Platz bei der Rallye Deutschland das beste Ergebnis ihrer Karriere erzielt.

Mit ihrem Fiesta RS World Rally Car gelang es den Finnen, mit den schwierigen Bedingungen in der Mosel-Weinregion klar zu kommen und ihr bestes Ergebnis in der FIA World Rally Championship seit ihrem Sieg im Februar in Schweden zu erzielen.

Dieses neunte Rennen in der Nähe von Trier in Südwestdeutschland war die erste reine Asphalt-Veranstaltung der Saison, und die Charakteristika der Geschwindig-keitsprüfungen veränderten sich ständig.  Buckelige schmale Weinbergpfade, die sich an den Hügeln entlangwinden, wechselten sich ab mit von Betonbordsteinen gesäumten Straßen im militärischen Sperrgebiet von Baumholder, wo normaler-weise eher Panzerübungen als Autorennen stattfinden.
 
Die Fahrer unterzogen sich während der dreitägigen Veranstaltung 15 Spezialprü-fungen und brachten eine Distanz von 1113,59 km hinter sich – wobei ihnen insbesondere das dauerhaft unfreundliche Wetter schwer zusetzte.  Nach hohen Temperaturen während der Anfangsetappe brachten kälteres Wetter und teils heftiger Regen zusätzliche Herausforderungen mit sich, da die Fahrer nicht nur mit den rutschigen Straßenverhältnissen klarkommen mussten, sondern wegen der sich ständig ändernden Wetterbedingungen auch mit dem Dilemma konfrontiert waren, ob sie besser Michelin-Reifen mit harter oder mit weicher Gummimischung aufziehen sollten.
 
Latvala hatte anfänglich das Pech, dass er bei seinem Fiesta RS WRC bei der Eröffnungsetappe am Freitagmorgen zuerst Reifen mit weicher Konsistenz hatte aufziehen lassen, aber nachdem er diese dann später gegen härtere ausgetauscht hatte, gewann der 27jährige Finne zwei Etappen und belegte bis dahin den dritten Platz.  Unerwartete Regenfälle überraschten alle der bis dahin Führenden zu einem frühen Zeitpunkt während des zweiten Abschnitts - und Latvala fiel wegen durch die Nässe blockierender Bremsen um 30 Sekunden zurück – er war aus einer Kurve geflogen und hatte sich in einem Feld festgefahren.
 
Dadurch fiel er auf den fünften Platz zurück, gab aber nicht auf und kämpfte sich wieder auf den zweiten Rang vor, indem er bei der Marathon-Etappe, die über die sogenannte „Panzerplatte“ in Baumholder führt, eine herausragende Leistung er-brachte.  Da er aber trotzdem noch großen Rückstand auf den Spitzenreiter hatte und er seinen Verfolgern bereits weit davongefahren war, fuhr Latvala am Samstagnachmittag eher sicherheitsbewusst und ließ es auch heute auf dem letzten Abschnitt eher locker angehen, um sich nach drei weiteren Etappen ohne Risiko den zweiten Platz zu sichern.
 
„Es ist toll, bei einem Rennen auf Asphalt einen Podiumsplatz herauszufahren, und ich freue mich sehr über mein bislang bestes Ergebnis auf diesem Straßenbe-lag“, sagte er. „Diese Rallye war für Ford in den letzten Jahren nicht gerade eine Erfolgsgeschichte, daher ist unser Ergebnis eine tolle Sache für jeden einzelnen im Team.  Es war nicht gerade leicht, aber wir konnten zeigen, dass wir jetzt auch auf Asphalt immer bessere Leistungen erbringen.
 
„Der Abstand zwischen uns und dem Gewinnerteam betrug zwei Minuten; deshalb müssen wir realistisch sein und begreifen, dass bei uns noch Luft nach oben bleibt.  Ich bin aber davon überzeugt, dass wir bei den verbleibenden zwei Asphaltrennen erneut angreifen werden”, fügte Latvala hinzu.
 
Bei seinem ersten traditionellen Asphaltrennen in einem Fiesta RS WRC war der 37-jährige Solberg von Anfang an voll bei der Sache.  Er beendete die Eröffnungsetappe als Zweiter, aber die Hoffnungen des Norwegers auf ein starkes Ergebnis zerschlugen sich am Samstagmorgen, als er in einer sich verengenden Linkskurve von der Straße abkam und gegen einen Felsen prallte.  Obwohl er versuchte weiterzumachen, war der Schaden zu groß, um die Etappe noch beenden zu können.
 
Am Samstag war er gemäß der Rallye 2 Regeln erneut am Start und gewann die zweite Etappe, aber er konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. „Es wäre fantastisch für unser Team gewesen, wenn wir Zweite oder Dritte geworden wären, aber das Auto ist außer Kontrolle geraten – und als ich dann an den Felsen geknallt bin, war alles vorbei.  Bis dahin war alles noch super gelaufen.  Die Testläufe und die ganze Arbeit, die wir in das Fahrzeug gesteckt haben, haben auf diesem Straßenbelag tatsächlich etwas gebracht – und ich war von unserer Geschwindigkeit wirklich sehr angetan”, sagte er.
 
Ford World Rally Team Direktor Malcolm Wilson sagte, die erreichten Ergebnisse brächten einen „wichtigen Gewinn an Selbstvertrauen“.  „Wir waren über unsere Leistungen beim letzten Rennen in Finnland enttäuscht; deshalb war es für unser Selbstvertrauen besonders wichtig, ausgerechnet auf Asphalt, wo wir traditionell nicht besonders gut sind, so gut abzuschneiden.  Ich war enttäuscht, dass Petter von der Straße abgekommen ist, aber die Durchschnittsgeschwindigkeit, die beide Fahrer erreicht haben, lässt mich sehr, sehr zuversichtlich in unsere Zukunft bei Asphalt-Rennen blicken“, sagte er.
 
Ford Racing Senior Manager Gerard Quinn sagte: “Unsere Fahrer wissen, dass As-phalt den für sie schwierigsten Straßenbelag darstellt, daher war es von Anfang an klar, dass dieses Wochenende sehr hart werden würde.  Deswegen war von Anfang an nur ein Podiumsplatz unser Ziel - und den haben wir auch erreicht.  Ich bin sehr glücklich über die Leistung unserer beiden Fahrer, obwohl Petters Unfall natürlich sehr schade ist.  Wenn wir berücksichtigen, dass wir seit dem Eröffnungsrennen nicht mehr auf Asphalt gefahren sind, können wir mit unserem Podiumsplatz hochzufrieden sein.”

Endstand
1. S Loeb/D Elena, Citroen DS3
2. J-M Latvala/M Anttila, Ford Fiesta RS
3. M Hirvonen/J Lehtinen, Citroen DS3
4. M Østberg/J Andersson, Ford Fiesta RS
5. C Atkinson/S Prévot, Mini John Cooper
6. S Ogier/J Ingrassia, Skoda Fabia S2000
7. A Mikkelsen/O Floene, Skoda Fabia S2000
8. N Al Attiyah/G Bernacchini, Citroen DS3
9. D Sordo/C Del Barrio, Mini John Cooper
10. M Arzeno/R Jamoul , Peugeot 207 S2000

Fahrer
1. S Loeb 199pts
2. M Hirvonen 145pts
3. P Solberg 104pts
4. M Østberg 102pts
5. J-M Latvala 87pts
6. E Novikov 55pts

Fahrzeughersteller
1. Citroen Total WRT 320pts
2. Ford WRT 197pts
3. M-Sport Ford WRT 115pts
4. Qatar WRT 59pts
5. Citroen Junior WRT 54pts
6. Adapta WRT 49pts

Nächstes Rennen
Die Meisterschaft wird im nächsten Monat wieder mit einem Rennen auf Kies fortgeführt.  Die Wales Rally GB findet diesmal nicht, wie früher üblich, als letztes Rennen der Saison statt, sondern wird auf den 13. – 16. September vorgezogen.  Das Rennen findet in Cardiff statt.

  

By  

Ja
Ja
Nein
27.08.2012 18:00