Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Related Materials
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

 Ford fährt Produktion im Kölner Motorenwerk hoch: Preisgekrönter 1,0-Liter-EcoBoost-Motor wird nun in zwei Schichten gefertigt

DATE: Will be calculated from "Release Start Date" field.

KÖLN - In den Nachmittagsstunden des 5. September 2013 ist in der Motorenproduktion im Kölner Motorenwerk von Ford große Betriebsamkeit eingekehrt. Wo vor wenigen Wochen noch die Bänder ruhten, sind Ford-Mitarbeiter nun in einer zweiten Schicht am Werk und fertigen unter anderem den preisgekrönten 1,0-Liter-EcoBoost-Motor des Herstellers.

Die Produktion des Dreizylinder-Motors startete im modernisierten Ford-Motorenwerk im November 2011. Zunächst wurde im Einschicht-Betrieb gearbeitet. Seit der zweiten Augusthälfte gibt es eine zweite Schicht. Damit hat sich die Tagesproduktion verdoppelt und erreicht nun mehr als 1.000 Einheiten - ein Beleg dafür, dass sich der 1,0-Liter-EcoBoost-Motor europaweit großer Beliebtheit erfreut, sagt Jürgen Schäfer, Leiter des Motorenwerks in Köln.

Auszeichnung  Internationaler Motor des Jahres

Aber nicht nur beim Kunden feiert der 1,0-Liter-EcoBoost-Motor große Erfolge. Auch das Urteil der Fachpresse fällt mehr als wohlwollend aus: So wurde der 1,0-Liter-EcoBoost-Motor kürzlich zum zweiten Mal in Folge von einer internationalen Jury bestehend aus 87 Fachjournalisten aus 35 Ländern zum Internationalen Motor des Jahres gewählt. Diese Jury gab dem hocheffizienten Dreizylinder-Motor von Ford die höchste Punktzahl in der 15-jährigen Geschichte des Preises. Ford ist zudem einer von nur drei Autombilherstellern, die in zwei aufeinander folgenden Jahren den Titel gewinnen konnten - ein Erfolg, auf den viele Mitarbeiter im Motorenwerk zurecht stolz sind. Schließlich reflektiert er die gute Arbeit der Beschäftigten am Standort.

Ford-Mitarbeiter sind stolz auf den Erfolg ihres 1,0-Liter-EcoBoost-Motors

Es beflügelt schon sehr, wenn man das Feedback zu unserem Motor in der Fachpresse liest, sagt Sascha Bonifer (40), Linienführer in der Zylinderkopffertigung im Motorenwerk in Köln. Er ist in diesem Bereich dafür zuständig, dass die Produktion reibungslos abläuft. Es sei schon herausragend gewesen, den Preis beim ersten Mal zu gewinnen, aber dies ein Jahr später zu wiederholen, sei außergewöhnlich. Es spricht für den gesamten Standort und die tolle Arbeit der Ingenieure, die wir tagtäglich in der Fertigung umsetzen. Bonifer kam 1990 zu Ford, hat beim Kölner Hersteller eine Ausbildung zum Energie-Elektroniker gemacht und ist seit 1994 im Motorenwerk beschäftigt.

Sein Kollege Pasquale Pangia (46) feiert im Motorenwerk bereits Jubiläum: Er ist mittlerweile 20 Jahre vor Ort im Einsatz und hat selbst aktiv bei den Vorbereitungen für die zweite Schicht mitgewirkt. Es erfüllt mich mit Stolz, zu sehen, was die Ingenieure geleistet haben, wie gut der Motor beim Kunden ankommt und was wir in gerade einmal drei Jahren auf die Beine gestellt haben, sagt der Linienführer im Teilbereich 1 in der Motorenproduktion. Dort wird der Zylinderkopf des Motors unter anderem mit Ventilen und Federn bestückt, und die Kolbenvormontage findet statt. Der in Köln gebürtige Italiener ist gelernter Kfz-Mechaniker und bereits 24 Jahren bei Ford. Dort startete er zunächst im Rohkarossenbau.

Sein Kollege Marcus Will (48) kann sich noch gut an die Vorbereitungsphase für den 1,0-Liter-EcoBoost-Motors erinnern. Das war eine sehr spannende Zeit, ebenso wie der Produktionsstart, erklärt der Teamleiter in der sogenannten Supplier Task Force. Sie stellt sicher, dass die zugelieferten Bauteile, die in der Motorenproduktion zum Einsatz kommen, die hohen Qualitätsstandards von Ford erfüllen. In diesen Phasen habe sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen bewährt - eine wichtige Grundlage für die Qualität und Leistung der Motoren aus Köln und damit auch für die erlangten Auszeichnungen. Es ist nicht einfach, in der Automobilindustrie einen solchen Titel wie den 'Internationalen Motor des Jahres' zu erhalten. Aber dies dann gleich zweimal in Folge zu schaffen, ist einfach fantastisch, sagt der Bergisch Gladbacher, der 1988 als Kfz-Mechaniker zu Ford kam.

Die Produktionsstandorte für den 1,0-Liter-EcoBoost-Benzinmotor

Der 1,0-Liter Ford EcoBoost-Motor ist eine Gemeinschaftsentwicklung des Ford Forschungszentrums in Aachen (FFA) und der Ford-Entwicklungszentren in Köln-Merkenich und dem britischen Dunton. Das Triebwerk läuft neben dem aufwändig modernisierten Motorenwerk in Köln auch im rumänischen Craiova vom Band. Ford hat an beiden Standorten in modernste Produktions-Technologien investiert. Alleine am Standort Köln, der konzernweit die Leitfunktion für die Fertigung dieses Motors übernimmt, wurden 134 Millionen Euro investiert. Dabei entstand zum Beispiel eine spezielle Hightech-Fertigungsstraße. Zudem verfügt das Kölner Motorenwerk über besonders fortschrittliche Fertigungstechnologien, die eine Reduzierung von Kühlmitteln bei der Bearbeitung von Aluminium-Motorteilen auf nur fünf Milliliter pro Komponente ermöglicht, was den ökologischen Fußabdruck bei der Herstellung deutlich verringert. Es wurden darüber hinaus neue Technologien für so genannte kalte Tests" eingeführt, bei denen Motoren ohne Warmlaufen geprüft werden - dieses innovative Verfahren reduziert die produktionsbezogenen CO2-Emissionen um 66 Prozent. Darüber hinaus stammt die Energie für den Betrieb der Produktionsanlage aus erneuerbaren Quellen, darunter aus drei Wasserkraftwerken in Norwegen und Schweden.

Das Werk Craiova hat Anfang 2012 ebenfalls die Fertigung des neuen 1,0-Liter Ford EcoBoost-Triebwerks aufgenommen. Bei voller Auslastung können damit in Europa insgesamt rund 700.000 Einheiten dieses Turbo-Benzindirekteinspritzers pro Jahr gebaut werden. Weltweit will Ford in Zukunft jährlich sogar bis zu 1,3 Millionen Stück herstellen.

  

By  

Ja
Ja
Ja
06.09.2013 02:00