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 Ford enthüllt automatisiertes Forschungsfahrzeug auf Basis des Ford Fusion Hybrid

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KÖLN, 12. Dezember 2013 – In Zusammenarbeit mit der Universität von Michigan (USA) und dem US-amerikanischen Unternehmen State Farm® entwickelte Ford ein weitgehend vollständig automatisiertes Forschungsfahrzeug auf Basis des Ford Fusion Hybrid. Damit erfolgte ein weiterer Schritt in Richtung des automatisierten Fahrens. Gemäß dem unternehmensinternen Zukunfts-Projekt „Blueprint for Mobility“ sollen Fahrzeuge mit autonomen Fahrfunktionen ab 2025 auf die Straße gebracht werden. Das laufende Projekt stützt sich auf mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Erforschung von automatisierten Fahrzeugen. Ziel ist die weitere Entwicklung von fortschrittlichen Sensor-Technogien und Fahrer-Assistenzsystemen für zukünftige Fahrzeug-Generationen. Das Basismodell des Forschungsfahrzeugs, der Ford Fusion Hybrid, wird schon bald in Europa erhältlich sein.
 
„Das automatisierte Ford Fusion Hybrid-Forschungsfahrzeug ist ein wichtiger Schritt im Hinblick auf unsere Vision für die Zukunft der Mobilität“, sagte Bill Ford, Aufsichtsratsvorsitzender der Ford Motor Company und Urenkel des Konzerngründers. „Wir sehen eine Zukunft von miteinander verbundenen Autos, die untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Das Fahren wird sicherer, Staus werden vermieden und die Umwelt wird nachhaltig geschont. Auf diese Weise wird Ford in nächsten 100 Jahren einen noch größeren Einfluss auf das Verkehrswesen ausüben als in den letzten 100 Jahren“.
 
Bereits heute verfügen Ford-Fahrzeuge über fortschrittliche Technologien, die automatisiertes Einparken ermöglichen, Sprachbefehle verstehen, gefährliche Situationen erkennen und sogar abwenden können. Eine Kombination dieser und vieler weiterer Technologien wird eines Tages das automatisierte Fahren je nach Wunsch des Fahrers bei Bedarf ermöglichen.
„In Zukunft wird uns automatisiertes Fahren auch dabei helfen, die Sicherheit zu erhöhen und den globalen Verkehrsinfarkt langfristig zu verhindern, aber es gibt noch viele Fragen, die beantwortet werden müssen“, sagte Raj Nair, Group Vice President, Ford Global Product Development. „Ziel unseres Forschungsprojekts ist es deshalb, die Grenzen der Vollautomatisierung von Fahrzeugen auszuloten“.
 
Vor diesem Hintergrund dient der automatisierte Ford Fusion Hybrid als Plattform, um mögliche Lösungen für gesellschaftliche, rechtliche und technologische Fragestellungen rund um die automatisierte Mobilität zu erforschen. Das Ford-Forschungsfahrzeug baut unter anderem auf „Driver-in-Control“-Studien, die bei Ford im VIRTTEX Fahrsimulator durchgeführt wurden. Mit VIRTTEX wird untersucht, wie Menschen und automatisierte Technologien zusammengeführt werden können, um ein ganzheitlich funktionierendes Fahrerlebnis zu schaffen.
 
Blueprint for Mobility
Letztes Jahr erläuterte Bill Ford auf dem Mobile World Congress in Barcelona das Projekt „Blueprint for Mobility“ – dabei handelt es sich um eine Vision der Ford Motor Company für die Gestaltung der automobilen Zukunft bis 2025 und darüber hinaus: Es geht um Technologien, Geschäftsmodelle und Partnerschaften sowie um die Gestaltung des Verkehrswesens in der Welt von morgen.
Aktuell arbeitet Ford an der Verbesserung von bereits bestehenden Fahrer-Assistenzsystemen, dazu zählen Funktionen, die den Fahrer vor Staus und Gefahren warnen sowie Technologien für mehr Sicherheit und Komfort, zum Beispiel beim Einparken oder im Stadtverkehr.
Mittelfristig soll die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander ermöglicht werden, etwa um Fahrzeuge im Sinne eines verbesserten Verkehrsflusses miteinander zu synchronisieren.
Auf längere Sicht werden Fahrzeuge völlig autonom navigieren und einparken. Sie werden untereinander und mit der Welt um sie herum zu kommunizieren und sich selbsttätig in das Verkehrsgeschehen integrieren. Die Sicherheit wird erhöht, Staus werden reduziert und im Zuge der sich ändernden Nutzung von Fahrzeugen werden neue Geschäftsmodelle entstehen. Und nicht zuletzt profitiert auch die Umwelt von effizient genutzten Fahrzeugen.
 
Heute schon Technologie von morgen
Der Ford Fusion Hybrid wurde aufgrund seiner zahlreichen Fahrer-Assistenzsysteme als Forschungsfahrzeug ausgewählt, dazu zählen:
• Toter-Winkel-Assistent – aktuell bereits in Europa erhältlich bei den Ford Modellen Focus, Kuga, C-MAX und Grand C-MAX sowie Mondeo, Galaxy und S-MAX
• Einpark-Assistent – aktuell in Europa erhältlich bei den Ford Modellen Focus, Kuga, C-MAX und Grand C-MAX
• Spurhalte-Assistent – aktuell in Europa erhältlich bei den Ford Modellen Focus, Kuga,  C-MAX und Grand C-MAX
• Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Auffahrwarnsystem (FA – Forward Alert) – in Europa erhältlich bei den Ford Modellen Focus, Kuga, Mondeo, Galaxy und S-MAX
• Active City Stop – aktuell in Europa erhältlich bei den Ford Modellen Fiesta, B-MAX, Focus, Kuga,  C-MAX und Grand C-MAX und Transit Connect
Alle diese existierenden Systeme sind Bausteine für ganzheitlich automatisiertes Fahren.
„Produkte wie der Ford Fusion Hybrid geben uns einen Vorsprung bei der Entwicklung von automatisierten Fahrzeugen“, sagte Paul Mascarenas, Chief Technical Officer and Vice President, Ford Research and Innovation. „Das Projekt ‚Blueprint for Mobility‘ definiert unsere Arbeit im Hinblick auf automatisiertes Fahren, dessen Potenziale bereits bei unseren aktuell existierenden Fahrerassistenz-Technologien erkennbar sind“.
 
Das Ford Fusion Hybrid-Forschungsfahrzeug verfügt auch über eine weitere Technologie, die bereits beim Ford B-MAX erhältlich ist – dabei handelt es sich um den optischen Laser-Sensor LIDAR (Light Detection And Ranging), der die Straße 2,5 Millionen Mal pro Sekunde scannt (beim Ford B-MAX 100 Mal pro Sekunde). LIDAR nutzt Licht als Radar, ähnlich wie Fledermäuse und Delfine den Ultraschall zur Erfassung ihrer Umgebung nutzen. LIDAR nutzt Infrarot-Laserlicht bis zu einer Entfernung von rund 60 Metern und erstellt aus den ermittelten Daten eine virtuelle 3D-Karte zur digitalen Darstellung der Fahrzeugumgebung.
Die Sensoren erfassen sogar bewegte Objekte wie Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer. Die Sensoren sind so empfindlich, dass sie im gesamten Arbeitsbereich den Unterschied zwischen einer Papiertüte und einem kleinen Tier erkennen.
 
Kooperation
Die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur für automatisierte und nachhaltige Mobilität erfordert die Zusammenarbeit von zahlreichen Partnern aus verschiedenen Branchen – insbesondere im Hinblick auf das visionären Ford Fusion Forschungsfahrzeug spielen das Unternehmen State Farm ® und die University of Michigan spielen daher eine wichtige Rolle.

Ford war in den Jahren 2004 , 2005 und 2007 bereits ein aktiver Partner der  Universität von Michigan im Rahmen des US-amerikanischen Defense Advanced Research Projects Agency      ( DARPA ), das seinerzeit ebenfalls den Einsatz autonomer Fahrzeuge erforschte. Unter der Leitung des Dozenten und Edwin Eustice Ryan Olson wurden Sensoren zur Erkennung der Straße erprobt. Aus Billionen von Bytes entstanden digitale 3D-Modelle der Umgebung, mit denen das Fahrzeug selbst sinnvolle Fahrentscheidungen treffen konnte.
„Diese Forschung baut auf der langjährigen Kooperation zwischen Ford und der Universität von Michigan auf“, sagte Alec Gallimore , Associate Dean of Research and Graduate Education at the School’s College of Engineering. „Die einzigartige Zusammenarbeit ermöglicht es Ford, von unserer Kenntnis der Robotik und Automation zu profitieren. Und es erlaubt der Universität von Michigan, Seite an Seite mit einigen der besten Autoingenieure der Welt zu arbeiten“.
 
„Durch die Zusammenarbeit mit Ford und der Universität von Michigan machen wir das Autofahren sicherer“, sagte Edward Rust, Chairman und CEO des Unternehmens State Farm. „Neue Technologien sind spannend und sie können das Leben der Menschen spürbar verbessern, deshalb sind wir als Team unentwegt auf der Suche nach Technologien, die sich perfekt an die sich stets ändernden Bedürfnisse unserer Kunden anpassen“.
Staat  Michigan als Forschungszentrum
Die Ankündigung des Ford Fusion Hybrid Forschungsfahrzeugs ist Teil einer umfassenden Initiative von führenden Wirtschaftsvertretern, die den gesamten US-Staat Michigan als globales Zentrum für Mobilität positionieren möchten. Ziel sind bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in der Automobilbranche im Zuge der Entwicklung und Produktion von neuen Technologien.

  

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16.12.2013 00:00