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 Ford Ranger-Team macht Plätze bei der Dakar-Rallye gut

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SALTA, Argentinien – Lucio Alvarez und Ronnie Graue haben auch bei der anspruchsvollsten Geschwindigkeitsprüfung der Dakar-Rallye wieder Boden gutgemacht, mit der gestern die zweite Hälfte der Veranstaltung eingeläutet wurde.

Das Duo vom Team Ford Racing beendete die zermürbende, 533 km lange Spezialetappe rund um die nordargentinische Stadt Salta auf dem 18. Platz und kletterte so mit seinem Ford Ranger auf den 40. Platz in der Gesamtwertung des 9300 km langen Marathons. Die gestrige siebte Etappe gewannen Carlos Sainz und Timo Göttschalk (SMG Buggy).

Die Mechaniker und Ingenieure des Teams nutzten den Ruhetag am Samstag, um den Ranger des Argentiniers instand zu setzen. Wichtige Teile wie Getriebe, Kupplung, Antriebswellen sowie vorderes und hinteres Differenzial wurden im Hinblick auf die letzten sieben Tage des Wettbewerbs ausgetauscht.
Die Arbeiten mussten bei sintflutartigem Regen durchgeführt werden, der allerdings auch jedwede Befürchtungen, dass die abschließende Etappe in Argentinien aus Sicherheitsgründen verkürzt werden könnte, mit sich fortspülte. Die Temperaturen beim Start lagen allerdings mit 9 °C erheblich unter dem Spitzenwert von 42 °C zwei Tage zuvor.
Vor den Teams lag die bislang zweitlängste Prüfung der Rallye, die Mensch und Maschine vor erhebliche Herausforderungen stellte. Einem gebirgigen Beginn folgte ein schnellerer zweiter Abschnitt, auf dem die Fahrer 20 km in vollem Tempo durch eine Salzwüste rasten und so für eindrucksvolle Fernsehbilder sorgten.
Die Strecke lag durchschnittlich auf einer Höhe von mehr als 3500 km und erreichte am höchsten Punkt fast 4100 m. Die große Höhe verschlug den Fahrzeugen gewissermaßen den Atem und sorgte dafür, dass die Fahrzeugleistung um bis zu 25 % einbrach.
Auf dem zweiten Abschnitt der Etappe konnte Alvarez seine Stärken ausspielen, überholte mehrere Fahrzeuge und leistete sich bis zum Ziel keine Schwächen mehr.
„Das war eine schwierige Etappe, weil wir in großer Höhe unterwegs waren und der Motor damit spürbar zu kämpfen hatte“, so Alvarez. „Natürlich hatten alle damit zu tun, aber es ist schon ein sonderbares Gefühl, weil man merkt, dass der Wagen irgendwie keine Power hat. Man kommt leicht auf den Gedanken, dass irgendwas mit dem Wagen nicht in Ordnung ist, aber natürlich weiß man, dass es an der Höhe liegt und alle genauso denken.
Im zweiten Abschnitt waren wir in geringeren Höhen unterwegs und konnten wieder mehr Tempo machen. Es gab viele Abschnitte, in denen es nur geradeaus ging. Der längste davon ging über 25 km. Das war nicht so interessant, und unter diesen Umständen ist es schwierig, nicht die Konzentration zu verlieren. Wir fuhren ungefähr 45 Minuten durch die Salzwüste, und es war schon eine eigenartige Erfahrung, auf einem solchen Untergrund unterwegs zu sein. Es gab ein paar Kurven, aber keine großen Herausforderungen.
Morgen fahren wir nach Chile, dann liegen die großen Wüstenetappen vor uns. Ich freue mich auf den Sand. Ich werde alles daran setzen, gut voranzukommen und in der Wertung noch weiter nach oben zu klettern. In diesem Abschnitt werde ich bestbestimmt meine beste Rallye-Leistung bringen.“
Scott Abraham (Team Manager von South Racing) resümiert: „Diese Höhenetappe war ziemlich hart, aber das gehört eben dazu, wenn man nach Südamerika kommt. Die Fahrzeuge mit Saugmotoren sind dabei natürlich im Nachteil im Vergleich zu den Turbodiesel-Fahrzeugen, die bei diesen Höhen nicht so zu kämpfen haben. Aber es war dennoch eine gute Etappe.
Der Ranger ist nach wie vor stark, Lucio und Ronnie sind glücklich und zufrieden mit dem Fahrzeug, und wir setzen bereits Akzente.
Morgen geht es über die Anden in die Dünen, Lucios Lieblingsumgebung. In den nächsten Tagen haben wir, wenn alles glatt läuft, die Chance, jede Menge Zeit gutzumachen. Noch nicht so sehr auf der morgigen Etappe, aber wenn wir die Küstenetappen erreichen, denke ich, dass wir einige Leute ganz schön überraschen könnten.“
Heute nehmen die Teams einen der längsten Rallyetage in Angriff, nehmen Abschied von Argentinien und überqueren die Anden in Richtung Chile. Nach einem ungemütlichen Start um 05.15 Uhr sind zunächst 522 km Transferstrecke zu absolvieren, bevor der Rennabschnitt beginnt. Auf der 302 km langen Prüfung über staubige und steinige Straßen werden die Autos letztmals den Luxus genießen, keinen Quads und Motorrädern zu begegnen. Die Überholmöglichkeiten auf den schnellen, aber engen Abschnitten werden begrenzt sein, so dass sich die Fahrer glücklich schätzen dürften, das Ziel am Eingang des Fahrerlagers in Calama zu erreichen.

  

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13.01.2014 00:00