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 Ford Fiesta mit „eWheel Drive“ – Ford und Schaeffler demonstrieren Elektrofahrzeug mit Radnaben-Antrieb

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LOMMEL, Belgien, 25. April 2013 – Im Rahmen einer exklusiven Fahrveranstaltung auf dem Ford Testgelände im belgischen Lommel stellte Ford gemeinsam mit dem Technologie-Partner Schaeffler einen Ford Fiesta mit elektrischem Radnabenantrieb vor. Der so genannte „eWheel Drive“ wurde von der Schaeffler-Unternehmensgruppe mit Stammsitz im mittelfränkischen Herzogenaurach entwickelt.
 
Zur Vorführung dieser innovativen Technologie wurden in den hinteren Radhäusern des Ford Fiesta je ein Radnabenantrieb vom Typ „eWheel Drive“ integriert, dabei wurden die eigentlichen Elektromotoren sowie Bremsen und Kühlung jeweils innerhalb der beiden Felgen verbaut. Diese Maßnahmen markieren nicht nur einen neuen Schritt in puncto Antriebstechnologie, sondern bieten auch zusätzlichen Platz im Fahrzeug, da der frei werdende Motorraum beim Ford Fiesta als zusätzlicher Stauraum genutzt werden kann. In Zukunft könnten platzsparende Radnabenmotoren die Entwicklung von besonders kleinen Fahrzeugen ermöglichen, die sich dank ihrer Wendigkeit und ihrer kompakten Abmessungen optimal für den zunehmend überlasteten Stadtverkehr eignen.
 
„Der Ford Fiesta mit eWheel Drive und die gesamte Arbeit mit Schaeffler ist ein spannendes Projekt, weil es neue Potenziale für die Entwicklung von Null-Emissions-Fahrzeugen erschließt, die über eine hohe Manövrierfähigkeit verfügen“, sagte Pim van der Jagt, Director for Research & Advanced Engineering, Ford of Europe. „Wir freuen uns, diese hochgradig innovative Technologie nun im Zuge einer ganz realen Fahrveranstaltung zu demonstrieren“.
 
Die maximale Leistung der integrierten Radnabenmotoren liegt bei 40 kW (54 PS) pro Antrieb, die Dauerleistung bei je 33 kW (45 PS). Das entspricht einer Gesamtleistung von bis zu 80 kW (110 PS). Dabei liefert der flüssigkeitsgekühlte „eWheel Drive“ ein kraftvolles Drehmoment von bis zu 700 Nm. Die elektrische Betriebsspannung des Systems beträgt 360 bis 420 Volt.
„Integrierte Radnabenantriebe bieten neben einer platzsparenden Raumnutzung auch deutliche Vorteile in Bezug auf Manövrierbarkeit, Fahrdynamik sowie auf die aktive Sicherheit. Dies kann zukünftig insbesondere in Kombination mit autonomem Fahr-Systemen eine bedeutende Rolle spielen“, erklärte Prof. Peter Gutzmer. „Damit könnte der elektrische Radnabenantrieb zu einer wertvollen Ergänzung des Antriebsangebots von übermorgen werden“.
 
Experten sehen Radnaben-Elektromotoren wie den von Schaeffler entwickelten „eWheel Drive“ als potenziell wichtige Zukunftstechnologien und Wegbereiter für Stadtautos der Zukunft. Denn es wird prognostiziert, dass im Jahre 2050 zwischen 3,4 und 6,4 Milliarden Menschen in Städten leben werden, die Zahl der Autos wird sich bis dahin weltweit vervierfachen*.
 
„Wir stehen vor großen Herausforderungen, denen wir uns mit kreativen Ideen, Investitionen und unermüdlicher Arbeit stellen müssen“, sagte Sheryl Connelly, Global Trends und Futuring Manager, Ford Motor Company. „Zu diesem Engagement zählen Forschungsprojekte wie eWheel Drive, die uns die Chance zur aktiven Gestaltung unserer zukünftigen Mobilität geben“.
 
Als nächstes will Ford in Kooperation mit Schaeffler, Continental, der RWTH-Aachen und der Universität Regensburg am Projekt MEHREN (Multimotor Electric Vehicle with Highest Room and Energy Efficiency) arbeiten, um bis zum Jahr 2015 zwei weitere Fahrzeuge mit Radnabenmotor herzustellen. Ziel ist die Weiterentwicklung dieser Antriebs-Technologie und die Erhöhung von Dynamik, Sicherheit und Fahrspaß.

* World Health Organisation und Global Health Observatory

 

  

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26.04.2013 04:00