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 Fiesta-Fahrer Neuville erreicht in Deutschland den zweiten Platz

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KÖLN - Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul aus dem Qatar World Rally Team zeigten bei der ADAC Rallye Deutschland eine weitere sensationelle Leistung und beendeten das Rennen als Gesamtzweite. In diesem packenden Kampf um den Sieg sicherten sich die beiden in ihrem Ford Fiesta RS WRC den Vizetitel beim dritten Event in Folge und haben damit ihren zweiten Platz in der Fahrer- und Beifahrerwertung der FIA World Rally Championship gefestigt.
 
Zu Beginn des finalen Showdowns fand sich Neuville in einem harten Kampf um die Führungsposition. Als die Fahrer wieder das Lieblings-Jagdrevier des Belgiers, die Mosel-Weinberge, erreichten, gab er in den letzten zwei Runden sein Bestes – am Schluss war er nur noch 0,8 Sekunden von Platz eins entfernt.
 
Den ersten Durchlauf hatte er genutzt, um die Rennstrecke mit Vollgas zu erkunden, wobei er lediglich 2,2 Sekunden gegenüber seinem Rivalen Dani Sordo verlor – eine Leistung, die umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass er mit einem schleichenden Plattfuß unterwegs war. In die finale Wertungsprüfung startete er dann mit einem Rückstand von nur 3 Sekunden.
 
Als das Ende der Etappe näher rückte und die belgischen Fans ihm laut zujubelten, kamen die beiden Rivalen auf der 24,58 Kilometer langen Strecke zu einem Patt – und somit fiel erst auf den letzten fünf Kilometern die Entscheidung. Schließlich fand der Kampf drei Kilometer vor der Ziellinie sein Ende. Neuville ging an seine Grenzen und kam ein wenig von der Strecke ab – womit er seinem Rivalen 50 Sekunden schenkte und damit die Chance auf den ersten Platz verpasste.
 
„Das war ein unglaubliches Wochenende und ich denke, wir haben wieder einmal eine starke Leistung gezeigt, obwohl wir am Ende den Sieg knapp verpasst haben“, meinte Neuville. „Der Wettkampf gegen Dani [Sordo] erinnerte mich an die früheren Rennen, an denen ich beim IRC teilgenommen habe! Nicolas [Gilsoul, Beifahrer] und ich waren fest entschlossen, uns den ersten Platz beim finalen Rennen zu holen, aber gleich nach dem Start kam eine Kurve, die viel schlammiger war, als wir es erwartet hatte, und so kamen wir von der Strecke ab, was uns zwei Sekunden kostete.“
 
„Dann haben wir wirklich alles gegeben – mit Vollgas, um die Zeit, die wir verloren hatten, vor den Augen all unserer Fans zurückzugewinnen. Die Zwischenzeiten haben gezeigt, dass das auch gut funktioniert hat, aber als wir dann aus dem Wald raus kamen, verwechselte ich eine schnelle Kurve auf der linken Seite der Weingärten mit einer anderen, und so kamen wir von der Strecke ab. Als Nicolas mir die Streckenbeschreibung durchgab, war es bereits zu spät für uns. Zum Glück konnten wir dann aber doch wieder auf die Strecke zurückkehren und das Rennen beenden, ohne unsere Position zu verlieren.“
 
„Dani ist das ganze Wochenende über sehr gut gefahren. Er erreichte ständig gute Zeiten und machte keinerlei Fehler. Ihm und Carlos [del Barrio] kann ich nur gratulieren und ich hoffe, dass auch wir bald an die Reihe kommen. Der zweite Platz ist dennoch ein großartiges Ergebnis und ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung in Deutschland. Wir haben alles versucht, unsere Zeit wird noch kommen.“
 
Unabhängig vom Ergebnis waren Neuville und Gilsoul in ihrer Jagd auf den Sieg herausragend. Entschlossen bis zum Schluss war das Duo eindeutiger Favorit der begeisterten Fans und ihren zweiten Platz in der Meisterschaft haben sie sich gründlich verdient.
 
Im Qatar M-Sport World Rally Team waren Mads Østberg und Evgeny Novikov nach einigen Zeitverlusten am Anfang des Rennens auf Schadensbegrenzung aus.
 
Der Norweger befand sich auf einem starken fünften Platz, bevor er den tückischen Bedingungen auf SS12 nicht mehr standhalten konnte. Als der Schotter-Experte von der Strecke abkam, war er nicht mehr in der Lage, seinen beschädigten Fiesta RS WRC wieder aufzurichten, also musste er sich am letzten Tag mit der Rallye 2 zufrieden geben. Mission erfüllt – er und sein Beifahrer Jonas Andersson haben wertvolle Punkte auf Platz neun wiedergewonnen, und sie erhoffen sich mehr Glück, da die Meisterschaft im nächsten Monat auf einem von ihnen bevorzugten Straßenbelag stattfinden wird.
 
Ähnlich erging es auch Novikov, der schon bei der Eröffnungsrunde von der Strecke abkam, doch seine Position hat sich kaum verändert. Belastet durch zehn Strafminuten von der Rallye 2 setzten er und sein Beifahrer Ilka Minor ihre Zeit weise ein, um ihre Stellung zu perfektionieren. Mit seiner erfolgreichen Strategie kämpfte sich der Russe an diesem Wochenende um beeindruckende 61 Plätze nach vorne und beendete das Rennen auf dem punktereichen zehnten Platz.
 
Im Schwesterteam Qatar World Rally Team Fiesta RS WRC mussten sich Nasser Al-Attiyah und Giovanni Bernacchini mit dem 13. Platz zufrieden geben. Der Katarer war auf dem Weg, sich sein bestes Ergebnis auf Asphalt zu holen, hätte er nicht die Lenkung seines Fiesta beschädigt, als er im ersten Durchlauf von ‘Arena Panzerplatte’ (SS11) gegen einen Felsen prallte, den er nicht rechtzeitig gesehen hatte.
 
Endergebnis:
1) D.Sordo  Citroen DS3 WRC
2) T.Neuville  Ford Fiesta RS WRC
3) M.Hirvonen  Citroen DS3 WRC
4) M.Prokop  Ford Fiesta RS WRC
5) R.Kubica  Citroen DS3 WRC
6) E.Evans  Ford Fiesta R5
7) J.M.Latvala  VW Polo WRC
8) H.Paddon  Skoda Fabia S2000
9) M.Østberg  Ford Fiesta RS WRC
10) E.Novikov  Ford Fiesta RS WRC

  

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30.08.2013 02:00