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 Für die Rallye Dakar setzt Ford hochmoderne Technologie und Design ein

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KÖLN, Deutschland – Sich auf das härteste Off-Road-Rennen der Welt zu wagen ist keine leichte Aufgabe, aber Ford Racing hat in Südafrika alles daran gesetzt, eines der sicherlich wettbewerbsfähigsten Fahrzeuge in der Dakar Rallye 2014 zu entwickeln.
 
Entwickelt wurden die Ford Racing Rangers vom Neil Woolridge Motorsport-Team (NWM) in Pietermaritzburg, das dafür sorgte, dass bei der Konzeption, Entwicklung und Produktion der Fahrzeuge nur die höchsten Standards angewendet und die fortschrittlichsten Materialien und Verfahren eingesetzt wurden.
Kernstück des Designs und der Konstruktion des Rangers ist ein ausgefeiltes Fahrwerk, das einzige seiner Art in Südafrika, von denen es nur eine Handvoll auf der ganzen Welt gibt.
 
„Das Fahrwerk hat die meiste Zeit und den größten technischen Aufwand beansprucht und zudem hat es auch am meisten gekostet“, erklärt Neil Woolridge, Chef von NWM. „Es ist genauso wie beim Hausbau. Baut man kein gutes Fundament, kann auch der Rest des Hauses nicht ordnungsgemäß gebaut werden. Daher stellte die Entwicklung des besten Fertigungssystems für Fahrwerke von Anfang an den wichtigsten Schwerpunkt für uns dar.“
 
„Jede Leitung ist mit einer einzigartigen Teilenummer gekennzeichnet und jedes Bauteil wurde präzise lasergeschnitten. Die Schablone, die wir verwenden, und die vorhandenen speziell angefertigten Griffhalter und Rahmen muss man im Prinzip wie ein Puzzle zusammenbauen.“
Diese innovative Fahrwerk-Schablone wurde vom Neil Woolridge Motorsport Team vor Ort entwickelt, das seine langjährige Erfahrung im Motorsport angewendet hat, in Zusammenarbeit mit Fords Special Vehicles Team (SVT) in Detroit und Fahrwerkspezialisten in Europa.
 
Das Rohrrahmen-Fahrgestell erfordert jedoch noch viel mehr als nur die Zusammensetzung eines Puzzles, und zwar das Präzisionsschweißen von Hunderten von Verbindungsstellen, gefolgt von Sandstrahlen, Lackierung und Montage. Aber die rund 1600 Elemente, aus denen das Fahrwerk und die Untergestelle zusammengesetzt sind, werden nach einem genau festgelegten Schema gebaut, so dass es immer wieder auf ganz zuverlässige Weise nachgebildet werden kann.
 
Im Vergleich zu den herkömmlichen Herstellungsverfahren versichert dieses ein höheres Maß an Genauigkeit, Qualität und letztendlich an Zuverlässigkeit – die Kernelemente in anstrengenden Cross-Country-Rennen.
Jedes Fahrzeug ist mit einer umfangreichen Stückliste ausgestattet, die alle Bereiche des Fahrzeugs detailliert darstellt, darunter auch technische Zeichnungen, die die Telenummer jeder Komponente zeigt, so dass sie im Fall eines Schadens oder eines Unfalls ganz einfach ausgebaut, repariert oder umgetauscht werden können.
Es wurden bereits vier Ford Racing Rangers nach der Fahrwerk-Schablone produziert, einschließlich der beiden Fahrzeuge, die seit März bei der South African Cross Country Championship sehr erfolgreich waren. Der Ranger siegte im ersten Durchlauf und bei jedem weiteren Rennen sicherte er sich eine Podiumsplatzierung.
Das brandneue Fahrwerk kann nun in ungefähr einem Monat produziert werden. Für den Ranger verwendet NWM nur die besten Rohstoffe, darunter Rohre aus Chrom-Molybdän und hochfeste Domex-Stahlplatten, die allesamt aus Europa importiert werden.
 
„In diesem Fahrzeug wird ganz wenig Baustahl verwendet“, hebt Woolridge hervor. „Wir verwenden fast ausschließlich Luftfahrtmaterialien, die ein viel höheres Stärke-Gewichtverhältnis aufweisen. Ein leichtes und starkes Fahrwerk und Fahrzeug sind der Schlüssel für sportlichen Erfolg.“
Der Ford Racing Ranger besteht aus insgesamt 4000 Teilen. Alle Entwicklungsarbeiten wurden vom NWM-Team vor Ort durchgeführt, wobei die Hauptverantwortung beim Renningenieur Bernd Wellman lag.
Wegen der internationalen Ausrichtung und aufgrund der Partner, die an dieser Kampagne beteiligt sind, wird die neueste CATIA-Software verwendet. Es handelt sich dabei um ein teures aber voll integriertes Paket computergestützter Design-, Engineering- und Produktionsanwendungen, die von führenden Automobil- und Autoteilherstellern genutzt werden.
 
„Diese hochtechnologische Software, in die wir uns erst einarbeiten mussten, ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Projekts“, sagt Woolridge. „Bernd hat sich alles größtenteils selber angeeignet und er hat wirklich tolle Arbeit geleistet und jede einzelne Komponente des Ford Racing Ranger entworfen.“
Ein Schlüsselelement der Produktion von Dakar-Fahrzeugen sind nicht nur die beiden Rangers, sondern auch die vielen Ersatzteile, die das Team produzieren und transportieren muss – vor allem wenn man die Tortur bedenkt, der sich die Fahrzeuge in den zwei unglaublich harten Wochen auf insgesamt 8.500km anspruchsvoller und ständig wechselnder Strecken durch Argentinien, Bolivien und Chile unterziehen werden.
„Da diese neuen Fahrzeuge zum ersten Mal die Rallye Dakar antreten werden, ist schwer vorauszusehen, wie viele Ersatzteile wir benötigen werden, doch ich glaube, wir werden gut gewappnet sein“, meint Woolridge. „Unser Team hat nach einer fast kompletten Saison in der südafrikanischen Rallye-Meisterschaft viel Erfahrung mit dem Fahrzeug gesammelt.“
 
Das Augenmerk wird, laut Woolridge, auf eine gutes Tempo in den ersten sechs Tagen des Rennens gelegt, während notwendige tägliche Reparatur- und Wartungsarbeiten an den beiden Rangers ausgeführt werden. Die Fahrzeuge werden jedoch am Ruhetag, dem 11. Januar komplett auseinandergenommen, wobei alles außer dem Fahrwerk und dem Motors ausgetauscht wird – damit die Crews für die letzten sieben Tage bis zum Finale in Valparaiso (Chile) am 18. Januar vorbereitet sind.
Es ist das erste Mal, dass dieses neue Ford Racing Team zusammenarbeitet. Es besteht aus der bewährten 13-Mann-Crew von Neil Woolridge Motorsport zusammen mit einer Gruppe sorgfältig ausgewählter Renningenieure, Car Chiefs und Mechaniker aus Europa. Die meisten von ihnen können eine jahrelange internationale Erfahrung in der Rallye Dakar und in der World Rally Championship vorweisen. Das Team wird aus insgesamt 30 Mitgliedern bestehen, darunter die Betreuer, das für Medizin und Logistik zuständige Personal und das Management.
 
Die meisten Ingenieure und Mechaniker haben in den letzten Monaten viel Zeit während der fieberhaften Vorbereitungsarbeiten für die Rallye Dakar gemeinsam verbracht. Im September haben sie die Wertungsprüfungen in Namibia mit dem ersten Dakar Ranger unterstützt und zudem haben sie das Design verfeinert und die Produktion des zweiten Rangers in der NWM-Werkstatt beschleunigt.
In der selben Zeit bereitet Logistikmanager Scott Abraham, der South Racing in Deutschland leitet, zwei Race-Trucks vor, die sie zur Dakar Rallye mit den wichtigsten Ersatzteilen belgeiten werden, zusammen mit zwei großen 6x6 Assistenz-Lkws, die den Rest der Ausrüstung für das Team transportieren werden.
Der Tag kommt immer näher, an dem die Ausrüstung und Fahrzeuge aus Europa auf das spezielle Schiff der Dakar Rallye geladen werden, das Ende November Le Havre in Frankreich verlassen wird. Dies gilt auch für die beiden Rangers und die Ersatzteile, die Mitte Dezember von Südafrika nach Argentinien verschifft werden, damit sie pünktlich zur Eröffnungsrunde am 5.Januar in Rosario ankommen.
 
„Diese Tage sind extrem stressig für das Team, aber die Motivation ist auf Rekordhöhe“, sagt Woolridge. „Es war schon immer unser Traum, die Rallye Dakar anzutreten, und sehr bald wird dieser Traum Wirklichkeit sein.“
 

  

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14.11.2013 00:00