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 Europaweite Ford-Umfrage: Autofahrer machen sich Sorgen über Verkehrsdichte, Kosten und Umwelt

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KÖLN, 14. November 2012 – Eine von Ford in Auftrag gegebene Befragung von rund 6.000 Personen in ganz Europa zeigt, dass sich die Mehrheit der Autobesitzer zunehmend Sorgen macht über die Verkehrsdichte, die Kosten für Mobilität und die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt. Durchgeführt wurde die Umfrage von „The Futures Company“*, einer international führenden Unternehmensberatung. Ziel war ein besseres und empirisch belegtes Verständnis der Meinungen von Menschen in Europa rund um das Thema Mobilität.
Gemäß der Studie wird europaweit die Meinung weitgehend geteilt, dass ein Leben ohne Auto „unmöglich“ sei. Zugleich leiden jedoch 76 Prozent der Autofahrer unter Stress, Staus und hohen Kraftstoffpreisen, 74 Prozent der Europäer nutzen öffentliche Verkehrsmittel, 37 Prozent teilen sich ein Auto im Alltag, nur 3 Prozent nutzen gewerbliche Car-Sharing-Angebote.
 
„Die Umfrage macht deutlich, dass wir einen öffentlichen Dialog mit allen Beteiligten benötigen, um unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht zu werden“, sagte Barb Samardzich, Vice President, Product Development, Ford of Europe. „In einer zunehmend urbanisierten Welt mit fortschreitender Verkehrsdichte wollen wir nicht die Freiheit verlieren, die uns die Mobilität heutzutage bietet, darum suchen wir einen integrierten Ansatz für Problemlösungen“.
 
Barb Samardzich nimmt heute an der „Future of Transport“-Veranstaltung in London teil. Gastgeber ist die britische Tageszeitung „The Guardian“. Vor Ort diskutiert Samardzich die Ergebnisse der Ford-Studie mit weiteren international anerkannten Experten wie etwa Sylvian Haon, Generalsekretär des Polis-Netzwerks oder Fabio Orecchini, Professor für Energiesysteme an der Universität Rom und Herausgeber der Tageszeitung „La Repubblica“.
 
„Nachhaltigkeit, ein transparenter Umgang mit Ressourcen und Energieträgern sowie deren Umweltauswirkungen – dies ist unsere Vision für eine zukunftsfähige Mobilität auf Basis nachwachsender Rohstoffe“, sagte Fabio Orecchini.
 
Die Ergebnisse der Ford-Umfrage auf einen Blick:
• 74 Prozent der Europäer assoziieren den Besitz eines Autos mit Unabhängigkeit
• 52 Prozent nutzen öffentliche Verkehrsmittel weniger als einmal pro Monat oder nie
• 53 Prozent sagen, der Klimawandel sei weltweit das größte Problem
• 77 Prozent würden die Kfz-Nutzung nicht wegen Umweltfragen einschränken
• 72 Prozent geben Kraftstoffeffizienz als einen der wichtigsten Aspekte beim Autokauf an
• 50 Prozent befürworten ökologische Fahrweise, sofern es einen finanziellen Vorteil gäbe
• 57 Prozent sagen, dass gewählte Gremien die größte Verantwortung für d
die Verringerung der verkehrsbedingten Auswirkungen auf die Umwelt tragen
 
28 Prozent der Befragten sagten, sie würden den Kauf eines Fahrzeugs mit einem elektrifizierten Antrieb erwägen, obwohl nur wenige Befragte eigene Erfahrung mit solchen Fahrzeugen haben (8 Prozent haben jemals hinter dem Steuer eines Hybrid-Elektro-Fahrzeugs gesessen und 6 Prozent haben Fahrerfahrung mit einem Plug-in-Hybrid- oder einem rein batterie-elektrischen Fahrzeug). Im Vergleich dazu besitzen 66 Prozent der Befragten ein Fahrzeug mit Benzinmotor, 38 Prozent besitzen ein Fahrzeug mit Dieselantrieb.
Weltweit gibt es heute rund eine Milliarde Autos auf der Straße. Experten sagen voraus, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 je nach Schätzung auf zwei bis vier Milliarden ansteigt. Die Kosten für das Verkehrsaufkommen in Europa werden sich im gleichen Zeitraum um 50 Prozent erhöhen, das entspricht einem Gesamtbetrag von 200 Milliarden Euro.
 
Unter der Leitung von Bill Ford, Executive Chairman, Ford Motor Company, hat Ford das Strategiekonzept „Blueprint for Mobility“ (Blaupause für Mobilität) entwickelt, dabei geht es um die Suche nach ganzheitlichen Lösungen für die Verkehrsprobleme von morgen. Bill Ford hatte die „Blueprint for Mobility“ in diesem Jahr bereits in Barcelona vorgestellt. Ford arbeitet in der Sache mit zahlreichen Partnern zusammen. Mit dabei sind außerdem Experten des europäischen Ford Forschungszentrums in Aachen. Schwerpunkt der Forschungsprojekte ist die Weiterentwicklung von Fahrzeug-zu-Fahrzeug bzw. Fahrzeug-zu-X-Kommunikation. Bei diesen Begriffen handelt es sich um die verbesserte Integration von Verkehrsinformationen in intelligente Fahrerassistenzsysteme. Ziel ist die Reduzierung von Staus und die Erhöhung von Sicherheit und Kraftstoffeffizienz.

Aktuelle Ford-Projekte im Hinblick auf die Verkehrsprobleme von morgen:
• simTD (Sichere Intelligente Mobilität, Testfeld Deutschland) – Im Zuge des groß angelegten Feldversuchs simTD demonstrierte Ford im Juli 2012 aktuellste Technologien für zukunftsweisende Fahrzeug-zu-X-Kommunikation. Bei Tests im Raum Frankfurt/Main handelte sich um die erste umfangreiche Erprobung von Fahrzeug-zu-X-Kommunikation in Deutschland. Fahrzeug-zu-X-Kommunikation bedeutet, dass intelligente Fahrzeuge mit anderen Fahrzeugen sowie mit der jeweils umgebenden Infrastruktur kommunizieren, um Verkehrsinformationen in Echtzeit zu teilen, zum Beispiel über Gefahren, Baustellen, Verkehrshindernisse oder Staus.
• DRIVE C2X (Driving Umsetzung und Evaluierung von C2X Kommunikationstechnik in Europa) – ist ein Forschungsprojekt in Kooperation mit der Europäischen Kommission, das im Jahr 2011 startete. Geprüft wird die Kompatibilität von Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Fahrzeug-zu-X-Kommunikation unter realen Bedingungen.
• eCoMove (Cooperative Mobility Systems and Services for Energy Efficiency) – ist ein Zusammenschluss von Automobilindustrie, Fuhrparkbetreibern und Traffic-Management-Anbietern. Das Projekt startete im Jahr 2010 und zielt auf einen verbesserten Verkehrsfluss sowie die Senkung der CO2-Emissionen durch intelligente Systeme.
 
• interactIVe (Accident Avoidance by Active Intervention of Intelligent Vehicles) – ist ein Konsortium von 29 Partnern, das von Ford geleitet und von der Europäischen Kommission unterstützt wird, es befasst sich seit 2010 mit der Unfallvermeidung durch aktives Eingreifen intelligenter Fahrzeuge in den Fahrbetrieb. Dazu zählen automatisierte Brems- und Lenkvorgänge in kritischen Situationen.
„Bei Ford gibt es seit jeher eine voraus schauende Unternehmensstrategie, um möglichst früh auf die zukünftigen Bedürfnisse von Autofahrern einzugehen“, sagte Paul Mascareñas, Ford Chief Technical Officer und Vice President, Research and Innovation. „Die langjährige Erfahrung unseres Unternehmens ermöglicht es uns, eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur und der Fahrzeuge von morgen zu übernehmen“.
 
Alleine im Jahr 2011 investierte die Ford Motor Company weltweit 4,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung, unter anderem in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, Fahrerassistenz-Systeme, Materialentwicklung und Fertigung.

* Die Studie wurde durchgeführt von „The Futures Company“, die zwischen Juli und August 2012 insgesamt 6.028 Menschen in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien befragte.

  

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13.11.2012 00:00