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 Eröffnungsrennen in der britischen Formel Ford: Feld von 15 Fahrzeugen bestätigt

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BRENTWOOD, Großbritannien – 30 Rennen, 30.000 Britische Pfund Preisgeld und ein Teilnehmerfeld mit talentierten jungen Fahrern, die vor laufenden Live-Kameras Rennkarriere machen wollen: Das ist die spannende Mischung, der Rennsportbegeisterte entgegensehen, wenn dieses Wochenende die 48. Rennsaison in der Formel Ford in Großbritannien ihren Lauf nimmt.
 
Auf der Brands Hatch (Fawkham, GB) wird für die Eröffnungsrunden der Dunlop MSA Formel Ford-Meisterschaft ein Feld von 15 Einsitzern mit EcoBoost-Motoren erwartet, und dabei ist scheinbar nur eines sicher: dass im Grunde dabei nämlich beliebig viele gewinnen können.
Im vergangenen Jahr wurde die Meisterschaft vom ersten Rennen an von Dan Cammish dominiert. Der Fahrer aus Leeds gewann 24 Rennen hintereinander für JTR und konnte sich damit die Formel Ford-Krone aufsetzen. Aber für diese Saison erwartet Meisterschaftsmanager Sam Roach von RacingLine keine Überlegenheit à la Cammish:
 
„Nur wirklich Mutige sagen im Motorsport etwas vorher, insbesondere in der Formel Ford. Aber in dieser Saison zeigt sich das Feld sehr ausgeglichen: Es geht um etwa ein halbes Dutzend erfahrene und favorisierte Fahrer, die von Beginn an wohl die Rennen für sich entscheiden werden. Die anderen sind vielversprechende Neulinge, von denen einige in absehbarer Zeit wohl ebenfalls Rennen gewinnen werden. Es wird sehr spannend zu verfolgen, wer am Ende die Nase vorn hat, und ich glaube, diese Meisterschaft wird erst ganz zum Schluss entschieden.“
Der Kampf um den Titel findet zwischen März und Mitte Oktober anlässlich der 10 Wettbewerbe um die britische Dunlop MSA Tourenwagenmeisterschaft statt. Als Rahmenprogramm gibt es dazu an jedem BTCC-Wochenende je drei Formel Ford-Rennen. Jeden Sonntag sendet ITV4 etwa sieben Stunden live von den Rennveranstaltungen, begleitet von ausgewählten Highlights rund um die Formel Ford im Anschluss an die Rennen.
 
In dieser Saison winken außerdem hohe Siegprämien: an jedem Wochenende 1.000 Britische Pfund für die Sieger der Rennen Zwei und Drei sowie 500 Pfund für die beste Aufholjagd und weitere 500 Pfund für den Sieger des ersten Rennens in der Stipendium-Klasse für Rennanfänger.
Das JTR-Team, Sieger in den letzten beiden Jahren, tritt auch dieses Jahr mit drei brandheißen Fahrern für ihre EcoBoost Mygale-Fahrzeuge an, und Teamleiter Nick Tandy meint, es sei das stärkste bisher: Sam Brabham, Sohn des dreimaligen Siegers von Le Mans David Brabham und 2013 sechs Mal auf dem Siegertreppchen, der schnelle Jayde Kruger aus Südafrika, vergangenen September Sieger in Silverstone, sowie Max Marshall, der bei seinem EcoBoost-Debüt in Silverstone zum Erstaunen aller gleich drei Mal auf die Pole-Position fuhr.
 
Kruger ist von seinem neuen Team begeistert: „Es hat ganz offensichtlich ein wenig gedauert, bis wir richtig miteinander klar kamen, aber jetzt herrscht ein gutes Arbeitsklima. Die JTR-Autos fahren sich auch ganz anders, und ich habe etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Aber es wird immer besser, und meine Zeiten sehen bald so gut aus wie die von Dan letztes Jahr...“
„Brands Hatch wird kein einfaches Wochenende, aber wir richten da schon mal unser Bankkonto ein und hoffen auch ein paar Siegprämien einstreichen zu können. Das wäre natürlich der beste Start für uns in diesem Jahr. Aber wie gesagt, leicht wird das nicht: Brands Indy ist ein schwieriger Kurs und ungewöhnlich schnell. Aber ich freue mich schon darauf, und die Rennen mit umgekehrter Startaufstellung werden spannend.“
Harrison Scott gewann die Stipendium-Klasse letztes Jahr und war auch der Fahrer, der im Kampf um den Titel insgesamt am nächsten an Cammish heran kam. Der 18-Jährige aus Essex fährt 2014 wieder bei Falcon Motorsport, und nachdem er in Silverstone im letzten Jahr einmal den Sieger-Champagner kosten durfte, will er jetzt mehr davon. Scotts Partner ist Ricky Collard (17) ist der Sohn des BTCC-Fahrers Rob Collard und will sich nach einer glitzernden Kart-Karriere nun auch mit Autorennen einen Namen machen. Für 2014 hat sich Falcon nach einem anderen Motoren-Tuner umgesehen und setzt nun erstmals in der Formel Ford auf Swindon Racing Engines und die glänzende Motorsportgeschichte dieses Unternehmens.
 
Von der Isle of Man kommt Formel Ford-Neuling Chris Mealin, dritter Mann bei Falcon und einer der Teilnehmer in der Stipendium-Klasse, dem Siegchancen eingeräumt werden. Der 20-Jährige nimmt bereits seit sieben Jahren an Rennveranstaltungen teil, nun aber erstmals im Einsitzer. „Ich habe großes Vertrauen in meine Leistung und kann es gar nicht erwarten, endlich loszulegen“, sagte Chris. „Ich bin zufrieden, wenn ich mich auf der Brands Hatch für die erste Hälfte des Felds qualifizieren kann. Mir geht es dabei um Konsistenz, und wenn ich mich unter die ersten sieben oder acht schieben kann, wäre das toll. Ein Platz auf dem Treppchen in der Stipendium-Klasse wäre ein netter Abschluss...“
Im vergangenen Oktober legte Juan Rosso auf der Brands Hatch mit drei Siegen in drei Rennen eine Cammish-würdige Serie hin. Damals fuhr er für Jamun Racing. Aber für dieses Jahr wechselte der hochinteressante 20-jährige Argentinier zu Radical Sportscars und fährt nun an der Seite von James Abbott, dem einzigen Fahrer, der 2013 in jeder Runde punkten konnte. Mit ihren Autos mit von Mountune aufgearbeiteten EcoBoost-Motoren, die auch Cammish im letzten Jahr zum einem solchen Erfolg verhalfen, starten Abbott und Rosso mit großer Zuversicht in die Saison.
 
Teamleiter des mehrfachen Meisterschaftsgewinners Jamun Racing wird 2014 der 18-jährige Jack Barlow sein. Der aus Hastings stammende Fahrer, der vergangenes Jahr bereits in der F4 brillierte, bestätigte nach zwei erfolgreichen Testtagen auf der Brands Hatch seinen diese Woche unterzeichneten Vertrag mit dem Rennstall. „Es war alles etwas kurzfristig, aber wir wollten uns auch andere Möglichkeiten offen halten. Meine erste Testfahrt für Jamun war am Montag, und alles lief sehr gut – also reibungslos und sehr schnell – also haben wir den Vertrag gleich an Ort und Stelle unterschrieben. Die Renngeschichte von Jamun spricht für sich und alle scheinen freundlich und umgänglich zu sein.
„Ich war gestern wieder auf Brands, starte in die Meisterschaft also mit ein paar Tagen Erfahrung in der Tasche. Ich mag das Auto sehr, es hat viel mehr Leistung und ein höheres Drehmoment als andere Rennwagen, die ich gefahren habe. Ich fand es wirklich toll und das Auto kommt meinem Fahrstil entgegen. Es ist meine zweite Rennsaison, und ich sehe zu, dass ich einfach da raus gehe und die Meisterschaft gewinne. Aber ich weiß, dass es hart wird. Da gibt es ein paar Fahrer, die auch schon das zweite Jahr in der Formel Ford fahren. Ich glaube, das wird ein gutes Jahr, und es dürfte ein paar Mal ziemlich knapp ausgehen.“
Jamun hofft, Anfang der kommenden Woche auch den Fahrer für seinen zweiten EcoBoost Mygale benennen zu können.
 
Der jüngste Fahrer des Felds wird in dieser Saison James Webb sein, der erst diese Woche 16 wurde. James, der letztes Jahr bereits bei mehreren Ginetta Junior-Rennen mitgefahren ist, hat sich neben dem Australier Greg Holloway dem SWB Motorsport-Team angeschlossen. Beide nehmen erstmals an Rennen in der britischen Formel Ford teil. Sie fahren in Norfolk gebaute Sinter-Chassis, was die langjährige Markenvielseitigkeit der Formel Ford unterstreicht.
 
Wie Cammish im Jahr 2013, kehren auch dieses Jahr zwei Fahrer nach unfallbedingten Unterbrechungen in den Rennsport zurück. Einer davon ist Collard, der sich bei einem Kart-Crash in Italien letzte Saison mehrere Knochenbrüche zuzog. Der andere heißt Ashley Sutton, der bei einem Autounfall auf der Straße schwer verletzt wurde und seit 2011 nicht mehr im Cockpit eines Rennwagens saß. Beide sind jetzt wieder rennfit, und der 20-jährige Sutton hat beim starken Meridian Motorsport-Team unterschrieben, um seine ersten Weihen in der Formel Ford zu erhalten. Er fährt dort mit dem aus Essex stammenden Renntalent Connor Mills zusammen, der letztes Jahr im gleichen Rennstall sein Formel Ford-Debüt vorlegte.
Das 15. erwartete Fahrzeug ist das von Richardson Racing. Mit Andy Richardson als Fahrer schaffte es dieses Team letztes Jahr unter die ersten Drei.

  

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25.03.2014 00:00