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 Die Formula Ford auf dem Weg nach Thruxton

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BRENTWOOD, England – Auf die nächste Generation von Großbritanniens Einsitzer-Helden wartet die härteste Herausforderung der bisherigen Saison, und zwar die superschnelle Rennstrecke in Thruxton (Hampshire), auf der sie dieses Wochenende (am 4. und 5. Mai) antreten müssen.
 
Angesichts der dort zu fahrenden hohen Geschwindigkeiten, die auf einigen Abschnitten der Rennstrecke über 140 mph (225 km/h) liegen können, werden die durch 1,6-Liter-EcoBoost angetriebenen Rennwagen ihre volle Leistung erbringen müssen.
 
Nach dem tollen Start, den Dan Cammish bei der Dunlop MSA Formula Ford Championship 2013 hingelegt hatte, waren die Anstrengungen sämtlicher anderen Fahrer darauf gerichtet, den großen Favoriten zu besiegen. Der Youngster aus Leeds hatte zu Ostern die drei Rennen in Brands Hatch gewonnen und erreichte vor zwei Wochen erneut in allen drei Rennen im Donington Park die Pole Position, womit er sich und dem JTR-Team einen deutlichen Vorsprung im Titelrennen verschaffte.
 
Doch Dan hat das Testrennen in Thruxton im vergangenen Monat ausgelassen, was für seine Gegner einen kleinen Hoffnungsschimmer bedeuten könnte. Der Schnellste bei diesem Test war der 17-jährige Neuling Harrison Scott in seinem Falcon Motorsport Mygale mit einem Vorsprung von einer Viertelsekunde. Nach einem merklich ruhigeren Rennwochenende in Brands Hatch gab Harrison in Donington wieder Vollgas und holte sich seinen ersten Podiumsplatz und zusätzlich zwei Scholarship Cup Klassensiege.
 
Ein weiterer Neuling, der im Donington Park begeisterte, war der 18jährige Sam Brabham, der Sohn des Le-Mans-Siegers David Brabham und Enkel des dreifachen Weltmeisters Sir Jack Brabham. Sam hat die Pre-Event-Tests ausgelassen und hatte auch keinerlei Erfahrung auf dieser Rennstrecke. Dennoch qualifizierte er sich für das Rennen und erzielte dort dann einen Hattrick von Platzierungen in den Top Sieben.
 
Der dritte Fahrer aus der JTR-Truppe ist der junge Amerikaner Camren Kaminsky, dessen EcoBoost-angetriebener Mygale mit 142 mph (227 km/h) der schnellste Rennwagen in Thruxton war. Der aus Phoenix stammende Fahrer hofft nun, dieses Resultat wiederholen zu können und nach einem enttäuschenden Wochenende in Donington jetzt wieder einige gute Rennergebnisse einfahren zu können.
 
Jamuns argentinische Fahrer fahren ebenfalls ein großartiges Tempo. Juan Rosso holte sich bei seinem Meisterschafts-Debüt in Donington zwei zweite Plätze, wobei er Brands Hatch wegen einer Handverletzung ausließ. Sein Landsmann Nico Maranzana erreichte ebenfalls eine Podiumsplatzierung und konnte somit seinen zweiten Platz bei der Meisterschaft behaupten. Ihr britischer Teamkollege Luke Williams legte in Donington ebenfalls ein starkes Tempo vor.
 
Die Formula Ford mag zwar Flügel und Turboantrieb bekommen haben, doch manche Dinge ändern sich nie. Es ist immer noch eine Multi-Chassis-Formel und die zwei Sinter-Rennwagen, die von James Abbott aus dem Radical Team und von Fred Martin-Dye von SWB gefahren werden, haben letztes Mal bei der Mygale-Jagd hohe Geschwindigkeiten eingefahren. Nun wird von ihnen noch mehr erwartet.
 
Harrison Scott hatte in Donington nur einen Teamkollegen: Den talentierten und sehr schnellen jungen Finnen Lassi Halminen. Man hofft jedoch, dass das Team in Thruxton von einem dritten Mygale-Fahrzeug Verstärkung bekommt, mit einem neuen Fahrer, der zum ersten Mal an dieser Meisterschaft teilnehmen wird.
 
Der ehemalige Ginetta-Fahrer Andy Richardson fehlte ebenfalls bei dem Testrennen in Thruxton, doch der Fahrer aus Lincolnshire gibt sich optimistisch: „Die Strecke ist mir schon seit meiner Zeit bei Ginetta bestens bekannt, also wird mein Fehlen bei dem Testrennen kein Problem darstellen. Mit dem Mygale bekommen wir jedes Rennen in den Griff, und ich bin äußerst zuversichtlich, dass es gut für uns laufen wird.“
 
Auch George Blundell von Enigma Motorsport erhofft sich in Thruxton gute Ergebnisse, obwohl seine Testergebnisse auf dieser Strecke durch seine schlecht eingestellte Getriebeübersetzung beeinträchtigt wurden. George, der sich in Brands Hatch eine Podiumsplatzierung sicherte, meinte zu dem Malheur: „So schlimm war es nicht, meine Getriebeübersetzung war nur nicht in Ordnung. Außerdem war es mein erstes Mal in Thruxton, und beim ersten Training hier war die Strecke nass – mir ging es aber vor allem darum, die Piste überhaupt  erst einmal kennenzulernen. Beim zweiten Training war die Strecke dann trocken - und so konnte ich mich gut an sie gewöhnen. Mit der richtigen Getriebeübersetzung und einem guten Ergebnis im Abschlusstraining wird dann hoffentlich alles wie geschmiert laufen.
 
„In Donington hatte ich ein bisschen zu kämpfen; wir haben den Test dort nicht auf neuen Reifen durchgeführt, und als wir dann die neuen Reifen für das Zeittraining montierten, wussten wir nicht recht, wo wir standen. Beim dritten Rennen waren wir schon viel schneller - und mit diesem Tempo konnten wir dann auch gut mit den Spitzenreitern mithalten. Es wäre vielleicht noch besser gelaufen, wenn wir von vornherein das Budget gehabt hätten, um schon das Testrennen auf neuen Reifen fahren zu können. Trotzdem bin und bleibe ich optimistisch, und mein Gefühl sagt mir, dass wir in Thruxton gut abschneiden werden. Ich freue mich daher schon auf das Rennen.“
 
Die vorläufige Zeittafel für Thruxton
Samstag, 4. Mai – 09.30 Uhr: Zeittraining, 14.50 Uhr: Runde 7, 17.45 Uhr: Runde 8
Sonntag, 5. Mai – 15.15 Uhr: Runde 9

 

  

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06.05.2013 00:00