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 Dakar-Rallye hüllt Ford Racing-Team in undurchdringliche Staubwolke ein

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CALAMA, Chile – Frustriert beendeten Lucio Alvarez und Ronnie Graue die gestrige achte Etappe der Dakar-Rallye auf dem 21. Platz, nachdem sie fast über die gesamte Strecke der 302 km langen Etappe in einer dichten Staubwolke hinter einem vorausfahrenden Fahrzeug festsaßen.
 
Das Duo vom Team Ford Racing versuchte vergeblich, das langsamere Fahrzeug zu überholen. Aber es war kein Durchkommen, und schließlich beendete das Team die Prüfung 23 Minuten und 1 Sekunde hinter den Siegern Nasser Al-Attiyah and Lucas Cruz. Das argentinische Duo bleibt damit in der Gesamtwertung auf dem 40. Platz.
Gestern Morgen nahm die Rallye Abschied von Argentinien. Die verbliebenen Teilnehmer brachen in Salta zu einem langen Transferabschnitt auf und überquerten die Anden in Richtung Chile, bevor die eigentliche Etappe begann.
 
Die Prüfung führte über den Domeyko-Gebirgszug, bevor die Teilnehmer zum Rande der Atacama-Wüste bis zum Ziel im Fahrerlager Calama hinabfuhren. Die schnelle, aber enge Strecke führte in Höhen bis 3500 m und bot nur wenige Überholmöglichkeiten, wie Alvarez zu seinem Leidwesen erfahren musste.
Alvarez and Graue aktivierten das Warnsystem, um das Team im Fahrzeug vor ihnen zu warnen, dass sie direkt hinter ihnen fahren und überholen wollen. Dieses Team dachte aber gar nicht daran, zur Seite zu fahren, um dem Ford Duo das Überholen zu ermöglichen, und der Staubnebel war so dicht, dass der Ranger nicht nahe genug herankam, um sich selbst einen Weg zu bahnen.
 
Wie bei der gestrigen Etappe rund um Salta sorgte die große Höhe wieder dafür, dass die Fahrzeuge in der dünnen Luft zu kämpfen hatten, um ihre Leistung zu erbringen. Fahrzeuge mit Saugmotoren, wie der Ranger, tun sich unter derartigen Bedingungen schwerer als Turbodiesel-Fahrzeuge.
„Es war heiß und trocken, und auf der gesamten Etappe unglaublich staubig. Damit hatte ich große Probleme“, so Alvarez. „Nach ungefähr 30 km der Etappe hatte ich zum Fahrzeug vor mir aufgeschlossen, aber der Staub war so dicht, dass ich nicht nahe genug herankam um zu überholen.
 
Der Fahrer machte uns einfach nicht Platz, deshalb konnten wir nichts tun. Ich fuhr ungefähr 270 km lang durch seine Staubwolke. Es ist so frustrierend, weil mir das die ganze Etappe versaut hat. Abgesehen davon hatte ich keine Probleme, und an der Leistung des Ranger gab es nichts auszusetzen.
 
Die Prüfung war der am Sonntag recht ähnlich. Wir waren in großer Höhe unterwegs, was natürlich eine Belastung für den Wagen ist, aber diesmal gab es mehr Kurven. Ich könnte jetzt noch mal erwähnen, wie die Höhe die Leistung beeinträchtigt hat, aber das Problem haben ja alle.“
 
Team-Manager Neil Woolridge meint: „Ich kann Lucio gut verstehen. Er hat nichts falsch gemacht und war durch die Staubwolke des Fahrzeugs vor ihm benachteiligt. Es war genau richtig von Lucio und Ronnie, den Warnschalter im Auto zu betätigen, damit sie das vorausfahrende Fahrzeug vorbeilässt. Aber das ist nicht geschehen.
Irgendwie kann ich das Team im vorausfahrenden Fahrzeug auch verstehen, das sich lieber ein Rennen mit Lucio liefern wollte. Andererseits gibt es ja dieses System, um Fairness sicherzustellen, und dieses System hat hier nicht funktioniert.
 
Nach der in jeder Hinsicht atemberaubenden Fahrt von Argentinien über die Anden war das für uns ein Vorgeschmack auf das, was uns in Chile noch erwartet. Am Dienstag steht der Sand der Atacama-Wüste auf dem Programm, und wir freuen uns schon darauf. Lucio gilt ja als Gelände-Experte, da sollte ihm diese Etappe besonders liegen.“
 
Die diesjährige Dakar-Rallye wird ihren nördlichsten Punkt auf der heutigen Etappe von Calama nach Iquique erreichen, wo die Kontrahenten erstmals einen Blick auf das Meer erhaschen können. Das Herzstück dieser Etappe wird eine ungefähr 150 km lange Fahrt durch die Atacama-Wüste sein, in der jede Menge klassische „Dakar-Dünen“ auf die Teams warten. Der Eröffnungsabschnitt bietet unspektakuläre Schotterpisten, aber gegen Ende der Etappe ist Nervenkitzel vorprogrammiert, wenn auf den letzten 3 km hinunter nach Iquique gegenüber dem Start ein Höhenunterschied von 30 % zu bewältigen ist. Das ist nichts für Angsthasen!
 

  

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15.01.2014 00:00