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 „Goldener Vogel“ macht Ausflug in die Ford-Werke

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​KÖLN, 12. November 2012 – Das bekannte Flügelauto des Kölner Künstlers HA Schult weilt vorrübergehend bei den Ford-Werken in Köln-Niehl. Dort wird der „Goldene Vogel“ in den kommenden Wochen von den Auszubildenden des deutschen Herstellers unter professioneller Anleitung gereinigt, restauriert, und etwaige Schäden werden repariert. In der Zwischenzeit lässt die Stadt Köln Mängel an der Betonstandplatte sowie am historischemTreppenturm des Kölnischen Stadtmuseums beheben ─ der bisherigen Heimat des Flügelautos. Die Schäden waren im vergangenen Jahr von der Firma Pirlet & Partner Baukonstruktion festgestellt wurden.

An diesem Montag wurde der „Goldene Vogel“ in einer aufwändigen Aktion zunächst von der Betonstandplatte des Treppenturms gelöst und mittels Kran auf einen Tieflader der Firma Colonia-Spezialfahrzeuge verladen. Der Tieflader wurde unter Polizeibegleitung zu den Ford-Werken gebracht. Kranarbeiten und der Transport wurden von der Firma Colonia Spezialfahrzeuge gesponsert. Sobald die Arbeiten an dem Flügelauto und seinem bisherigen Standort in einigen Wochen abgeschlossen sind, wird der „Goldene Vogel“ wieder an seinen
angestammten Platz zurückkehren.


Geschaffen wurde der verfremdete Ford Fiesta vom Künstler HA Schult im April 1989 im Rahmen der zweiwöchigen spektakulären Kunstaktion „Fetisch Auto“. Das Flügelauto steht seit April 1991 auf dem Turm des Kölnischen Stadtmuseums und ist weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt. So ist das Auto beispielsweise ein beliebtes Fotomotiv vieler Touristen.

Das Flügelauto hat stattliche Ausmaße: Die Flügel wurden aus glasfaserverstärktem Polyesterharz (GFK) mit zehn Zentimetern Wandstärke geformt und sind mit Polyurethanschaum gefüllt. Sie verleihen dem Auto eine Länge von 6,20 Metern, eine Breite von 10 Metern und eine Höhe von 3,50 Metern. Sein Gesamtgewicht beträgt vier Tonnen ─ jeder Flügel wiegt 800 Kilogramm, die Ford Fiesta-Karosse kommt auf 200 Kilogramm und der Motorraum ist mit 1,2 Tonnen schweren Eisenbahnschienen belastet.

Die Karosse wurde damals entkernt und mehrschichtig mit Epoxidharz ausgekleidet. Die Außenflächen sind mit Zinkchromat und Acrylmetallack überzogen und erhielten eine spezielle Fixierschicht, die das Denkmal schmutzfrei hält. Der Treppenturm des Kölnischen Stadtmuseums ist 20 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 3,50 Meter und stammt aus dem 16. Jahrhundert

  

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13.11.2012 00:00